Fadenmolch (Lissotriton helveticus)

Lissotriton helveticus ist unser kleinster heimischer Molch

Name

Fadenmolch (Lissotriton helveticus)

Familie

Salamandridae (Echte Salamander und Molche)

Körpergröße

Körperlänge bis max. 8 cm

Merkmale

Der Fadenmolch ist der kleinste heimische Molch Deutschlands. Er wirkt zierlich und schmal. Die Oberseite ist überwiegend olivbraun bis gelbbraun gefärbt, die Unterseite auffallend hell-gelblich bis orangefarben, meist ohne oder mit nur schwacher Fleckung. Männchen tragen zur Laichzeit einen niedrigen, ungezackten Rückenkamm sowie einen charakteristischen fadenförmigen Schwanzfaden – namensgebend für die Art. Die Kehle ist typischerweise ungefleckt und einfarbig hell, was ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal gegenüber verwandten Molcharten darstellt.

Lebensraum

Der Fadenmolch bevorzugt feuchte Laub- und Mischwälder sowie Wiesen in höheren Lagen der Mittelgebirge. Als Laichgewässer werden kühle, klare, meist pflanzenreiche Stillgewässer, Waldsümpfe und Bergtümpel aufgesucht, wo er häufig gemeinsam mit dem Bergmolch vorkommt. Vorkommen im Flachland sind selten. Das Landleben verbringt er versteckt unter Steinen, Totholz und in der feuchten Bodenstreu. Die Laichzeit erstreckt sich von März bis Mai; außerhalb der Laichsaison lebt er überwiegend terrestrisch.

Besonderheiten

Der Fadenmolch ist in Deutschland auf bestimmte Regionen beschränkt und gilt in weiten Teilen des Landes als selten; sein Verbreitungsschwerpunkt liegt in Westdeutschland und den Mittelgebirgen. Er steht in Deutschland auf der Vorwarnliste der Roten Liste. Als mögliche Verwechslungsart kommt vor allem der Teichmolch (Lissotriton vulgaris) in Betracht, der jedoch eine gefleckte Kehle besitzt. Fadenmolche sind nachtaktiv und ernähren sich von kleinen Wirbellosen wie Würmern, Asseln und Insektenlarven. Die Eier werden einzeln an Wasserpflanzenblättern befestigt. Die Art ist durch Lebensraumverlust, Gewässereutrophierung und den Rückgang naturnaher Waldtümpel gefährdet.