Kleiner Wiesenknopf (Sanguisorba minor)

Der Kleine Wiesenknopf blüht von Mai bis August im Wiesen-Biotop

Name

Kleiner Wiesenknopf (Sanguisorba minor)

Familie

Rosengewächse (Rosaceae)

Merkmale

Der Kleine Wiesenknopf ist eine ausdauernde Staude, die Wuchshöhen von 20 bis 50 Zentimetern erreicht. Die unpaarig gefiederten Blätter bestehen aus mehreren rundlichen bis eiförmigen Teilblättchen mit gesägtem Rand und verströmen beim Zerreiben einen gurkenartigen Duft. Besonders auffällig sind die kugeligen bis eiförmigen Blütenköpfchen: Die oberen Blüten sind weiblich und tragen pinselartige, rote Narben, die mittleren sind zwittrig und die unteren männlich mit gelblichen Staubbeuteln. Nach der Bestäubung entstehen nussähnliche, von einem verhärteten Fruchtbecher umschlossene Früchte.

Standort und Verbreitung

Der Kleine Wiesenknopf wächst bevorzugt auf Halbtrockenrasen, mageren Wiesen und Weiden sowie an Wegrändern und Böschungen. Er bevorzugt trockene bis mäßig frische, kalk- und nährstoffarme Böden in sonniger Lage. Die Art ist in weiten Teilen Europas, Westasiens und Nordafrikas verbreitet und in Deutschland vor allem in wärmebegünstigten Regionen anzutreffen. Die Blütezeit erstreckt sich von Mai bis August.

Besonderheiten

Die Früchte werden sowohl durch Wind als auch durch Regen verbreitet; zudem vermehrt sich die Pflanze vegetativ über unterirdische Ausläufer. Der Kleine Wiesenknopf ist eine wichtige Futterpflanze für Schmetterlingsraupen und gilt als Charakterart artenreicher Magerrasen. In der Küche werden die jungen Blätter wegen ihres gurkenartigen Aromas in Salaten und Kräuterbutter verwendet. Als Heilpflanze wurde die Art traditionell bei Magen-Darm-Beschwerden eingesetzt. Verwechslungen sind möglich mit dem Großen Wiesenknopf, der jedoch deutlich größer wird und feuchte Standorte bevorzugt. In der Landwirtschaft wird der Kleine Wiesenknopf als Bestandteil von Blühstreifenmischungen und zur Begrünung artenarmer Flächen eingesetzt.