Wiesen-Pippau (Crepis biennis)

Die bis 1 Meter hohe Pflanze ist im oberen Drittel stets verzweigt

Name

Wiesen-Pippau (Crepis biennis)

Familie

Korbblütler (Asteraceae)

Merkmale

Der Wiesen-Pippau ist eine kräftige, aufrecht wachsende Pflanze, die Wuchshöhen von bis zu einem Meter erreicht. Charakteristisch ist die Verzweigung im oberen Drittel des Stängels, wobei jeder Trieb mit einem einzelnen gelben Blütenkörbchen abschließt. Die Blütenkörbchen ähneln denen des Löwenzahns, sind jedoch kleiner und stehen in lockeren Rispen. Der Stängel ist hohl, leicht behaart und im unteren Bereich oft rötlich überlaufen. Die Grundblätter sind schrotsägeförmig gezähnt, die Stängelblätter umfassen den Stängel mit pfeilförmigem Grund.

Standort und Verbreitung

Der Wiesen-Pippau wächst bevorzugt auf nährstoffreichen Fettwiesen, an Wegrändern, Böschungen und Ruderalflächen. Er bevorzugt frische bis mäßig trockene, stickstoffreiche Böden in sonniger bis halbschattiger Lage. Die Art ist in weiten Teilen Mitteleuropas verbreitet und in Deutschland häufig anzutreffen, besonders in Tieflagen und im Hügelland. Die Blütezeit erstreckt sich von Mai bis August.

Besonderheiten

Der Wiesen-Pippau ist eine zweijährige Pflanze, die im ersten Jahr eine Blattrosette bildet und erst im zweiten Jahr blüht und fruchtet. Die Früchte sind Achänen mit einem Pappus aus weißen Haaren, die eine effektive Windverbreitung ermöglichen. Verwechslungen sind möglich mit anderen Pippau-Arten sowie mit dem Gewöhnlichen Löwenzahn, der jedoch keine verzweigte Blütenrispe bildet. Der Wiesen-Pippau gilt als Zeigerpflanze für intensiv genutzte, nährstoffreiche Wiesen. Er ist für Insekten, insbesondere Wildbienen und Schwebfliegen, eine wichtige Nektarquelle. Eine Gefährdung besteht derzeit nicht; die Art gilt in Deutschland als ungefährdet.