Gefleckte Taubnessel (Lamium maculatum)

Lamium maculatum wächst in lichten Wäldern, an Wegrändern oder auf Ruderalflächen

Name

Gefleckte Taubnessel (Lamium maculatum)

Familie

Lamiaceae (Lippenblütler)

Merkmale

Die Gefleckte Taubnessel erreicht eine Wuchshöhe von bis zu 80 cm und wächst aufrecht bis aufsteigend. Charakteristisch ist der vierkantige Stängel, typisch für Lippenblütler. Die gegenständigen, herzförmigen Blätter sind grob gezähnt und tragen häufig einen auffälligen weißlichen Fleck entlang der Mittelrippe – daher der deutsche Name. Die Blüten sind zweilippig, meist purpurrosa bis rosa gefärbt, seltener weiß, und sitzen in quirlförmigen Scheinwirteln an den Stängelknoten. Die Pflanze ist der Brennnessel äußerlich ähnlich, besitzt jedoch keine Brennhaare.

Standort und Verbreitung

Lamium maculatum bevorzugt nährstoffreiche, feuchte bis frische Böden und wächst in lichten Wäldern, an Wegrändern, auf Ruderalflächen sowie in Hecken-Biotopen. Unter günstigen Bedingungen bildet die Art ausgedehnte, flächige Bestände. Die Art ist in weiten Teilen Europas und Asiens verbreitet und in Deutschland nahezu flächendeckend anzutreffen. Die Blütezeit erstreckt sich von April bis November und ist damit außergewöhnlich lang, was die Art zu einer wichtigen Nektarquelle für Insekten über viele Monate hinweg macht.

Besonderheiten

Die Gefleckte Taubnessel ist eine wichtige Bienenweide und wird von Hummeln und anderen Insekten intensiv besucht. In der Volksmedizin wurden Blätter und Blüten traditionell bei Hautproblemen und leichten Entzündungen eingesetzt. Die Pflanze ist essbar – junge Blätter können als Wildkraut in Salaten oder Suppen verwendet werden. Verwechslungen mit der Brennnessel sind möglich, lassen sich aber leicht ausschließen, da die Taubnessel keine brennenden Haare besitzt. Auch ähnliche Taubnesselarten mit weißen Blüten kommen in vergleichbaren Lebensräumen vor. Die Art gilt als ungefährdet und ist nicht giftig.