Gemeiner Wirbeldost (Clinopodium vulgare)

Clinopodium vulgare wächst in lichten Wäldern, an Wegrändern oder in Staudenfluren

Name

Gemeiner Wirbeldost (Clinopodium vulgare)

Familie

Lamiaceae (Lippenblütler)

Merkmale

Der Gemeine Wirbeldost ist eine aufrecht wachsende, ausdauernde Staude, die Wuchshöhen von 20 bis 60 Zentimetern erreicht. Der Stängel ist vierkantig und deutlich behaart, wie es für viele Lippenblütler typisch ist. Die gegenständigen Blätter sind eiförmig bis elliptisch, leicht gezähnt und ebenfalls behaart. Die Blüten erscheinen in dichten, quirlförmig angeordneten Scheinwirteln, die dem Stängel seinen charakteristischen Namen geben. Die Kronblätter sind purpurrosa bis hellviolett gefärbt und zeigen die für Lippenblütler typische zweilippige Form. Kelch und Tragblätter sind auffällig borstig behaart.

Standort und Verbreitung

Der Gemeine Wirbeldost besiedelt lichte Wälder, Waldränder, Wegränder und Staudenfluren, bevorzugt auf trockenen bis mäßig frischen, oft kalkhaltigen Böden. Die Art ist in weiten Teilen Europas und Asiens verbreitet und in Deutschland nahezu flächendeckend anzutreffen. Die Blütezeit erstreckt sich von Juli bis Oktober. Die Bestäubung erfolgt vorwiegend durch Schmetterlinge und Hummeln, wobei auch Selbstbestäubung möglich ist. Die Samenverbreitung geschieht durch Wind sowie durch Tiere. Ein Fundort in Deutschland liegt beispielsweise bei der Mergelgrube in Kolenfeld, wo die Art im August 2014 nachgewiesen wurde.

Besonderheiten

Der Gemeine Wirbeldost enthält ätherische Öle und wurde in der Volksmedizin traditionell als schweißtreibendes und krampflössendes Mittel eingesetzt. Die Pflanze gilt als ungiftig und war früher auch als Gewürzkraut in Gebrauch, ähnlich wie der verwandte Oregano. Verwechslungen sind vor allem mit dem Feld-Thymian oder anderen Lippenblütlern möglich, die ähnliche Standorte besiedeln. Der Wirbeldost ist in Mitteleuropa nicht gefährdet und gilt als häufige Wildpflanze der Ruderalfluren und Saumgesellschaften.