Wald-Springkraut: Schleuderverbreitung der Samen
Das Wald-Springkraut, auch Altweiberzorn genannt, blüht von Juli bis September. Die gelben, gefleckten Blüten werden vor allem von Hautflüglern wie Hummeln und Bienen bestäubt, eine Selbstbestäubung ist jedoch ebenfalls möglich. Von August bis Oktober reifen die Früchte heran – und dann beginnt das eigentliche Schauspiel: Bei der geringsten Berührung reißen die prall gefüllten, fleischigen Fruchtkapseln explosionsartig auf und schleudern die Samen mit erstaunlicher Kraft bis zu 3 Meter weit. Diese Schleuderverbreitung, auch Autochorie genannt, macht das Wald-Springkraut zu einem der faszinierendsten Pflanzen feuchter Laubwälder und Bachufer Mitteleuropas.