Hirschzungenfarn – Heilwirkung und Gefährdung
Der Hirschzungenfarn gehört zu den auffälligsten heimischen Farnpflanzen: Seine langen, ungezähnten, zungenförmigen Wedel sind unverwechselbar. In der Naturheilkunde früherer Zeiten galt er als vielseitiges Wundmittel und wurde zudem bei Milzkrankheiten eingesetzt – ein Zeugnis der langen Tradition europäischer Pflanzenheilkunde. Heute steht der Hirschzungenfarn unter Druck: Der Rückgang geeigneter Lebensräume wie feuchte Schluchtwälder und schattige Kalkfelsen macht ihm zu schaffen. In der Roten Liste Niedersachsen wird die Art mit RL3 als gefährdet eingestuft und verdient damit besonderen Schutz.