Weiße Seerose (Nymphaea alba)
Name
Weiße Seerose (Nymphaea alba)
Familie
Seerosengewächse (Nymphaeaceae)
Merkmale
Die Weiße Seerose ist eine ausdauernde Schwimmblattstaude mit großen, kreisrunden bis leicht herzförmigen Schwimmblättern, die auf der Wasseroberfläche treiben. Die Blattoberseite ist glänzend dunkelgrün, die Unterseite rötlich bis violett gefärbt. Die auffälligen Blüten sind reinweiß, vielblättrig und können einen Durchmesser von bis zu 20 Zentimetern erreichen. Im Zentrum der Blüte befinden sich zahlreiche gelbe Staubblätter. Die Blüten öffnen sich tagsüber und schließen sich nachts. Der Wurzelstock ist ein kräftiger, im Schlamm verankerter Rhizom, von dem lange Blattstiele zur Oberfläche führen.
Standort und Verbreitung
Die Weiße Seerose besiedelt stehende und langsam fließende Gewässer wie Seen, Teiche, Altarme und Gräben mit nährstoffreichem, schlammigem Grund. Sie bevorzugt Wassertiefen zwischen 0,5 und 3 Metern. Die Art ist in weiten Teilen Europas und Westasiens verbreitet und in Deutschland in geeigneten Gewässern weit anzutreffen. Die Blütezeit erstreckt sich von Juni bis September. Die Bestäubung erfolgt überwiegend durch Zweiflügler und Hautflügler.
Besonderheiten
Die schwimmfähigen Samen der Weißen Seerose bleiben häufig im Gefieder von Wasservögeln hängen und werden so in neue Gewässer verschleppt, was die Ausbreitung der Art begünstigt. Alle Pflanzenteile sind schwach giftig und sollten nicht verzehrt werden. Die Weiße Seerose gilt als Zeigerpflanze für naturnahe, saubere Gewässer und steht in Deutschland unter Naturschutz – das Pflücken der Blüten ist verboten. Verwechslungen sind möglich mit der Gelben Teichrose, die jedoch deutlich anders gefärbte, gelbe Blüten aufweist.