Schwanenblume (Butomus umbellatus)

Die Schwanenblume benötigt einen schlammigen Standort

Name

Schwanenblume (Butomus umbellatus)

Familie

Schwanenblumengewächse (Butomaceae)

Merkmale

Die Schwanenblume ist eine ausdauernde Wasserpflanze, die Wuchshöhen von 50 bis 150 cm erreichen kann. Die aufrechten, dreikantigen Blätter sind schmal und schwertförmig und überragen oft das Wasser. Die auffälligen Blüten erscheinen in einer doldenartigen Scheindolde am Ende eines langen, runden Stängels. Jede Blüte besitzt drei rosafarbene bis hellrote Kronblätter sowie drei etwas kleinere, ebenfalls rosafarbene Kelchblätter, sodass die Blüte insgesamt sechszählig wirkt. Die Blütezeit erstreckt sich von Juni bis August.

Standort und Verbreitung

Die Schwanenblume besiedelt Ufer von stehenden oder langsam fließenden Gewässern wie Gräben, Teichen, Altarmen und Flussufern. Sie bevorzugt schlammige, nährstoffreiche Böden und wächst häufig in Röhrichtgesellschaften. Die Art ist in weiten Teilen Europas und Asiens verbreitet, in Deutschland jedoch regional unterschiedlich häufig. In Niedersachsen gilt sie als gefährdet und wird in der Roten Liste mit RL 3 geführt.

Besonderheiten

Die Schwanenblume ist eine beliebte Zierpflanze für naturnahe Gartenteiche und wird wegen ihrer attraktiven Blüten häufig kultiviert. In Deutschland ist sie insgesamt nicht als gefährdet eingestuft, regional können jedoch Bestandsrückgänge durch Gewässerausbau und die Veränderung naturnaher Uferstandorte auftreten. In Niedersachsen wird sie als gefährdet (RL 3) geführt. Verwechslungen sind gelegentlich mit dem Igelkolben oder anderen Röhrichtpflanzen möglich, die jedoch deutlich unscheinbarere Blüten aufweisen. Die Schwanenblume ist die einzige Art ihrer Familie und nimmt damit eine botanisch besondere Stellung ein.