Wasserminze (Mentha aquatica)

Die Wasserminze findet man auf Feuchtwiesen oder in Gräben

Name

Wasserminze (Mentha aquatica)

Familie

Lippenblütler (Lamiaceae)

Merkmale

Die Wasserminze ist eine ausdauernde Staude, die Wuchshöhen von 20 bis 90 Zentimetern erreicht. Die Stängel sind aufrecht bis aufsteigend, oft rötlich überlaufen und mehr oder weniger behaart. Die eiförmigen bis elliptischen Blätter sind gegenständig angeordnet, gesägt und ebenfalls behaart. Die Blüten sind hellviolett bis rosa und sitzen in kugeligen, kopfartigen Blütenständen, die sich charakteristisch an den Zweigenden befinden – im Unterschied zu anderen Minzen, bei denen die Blütenstände in den Blattachseln stehen. Die Pflanze verbreitet einen intensiven, aromatischen Minzduft.

Standort und Verbreitung

Die Wasserminze besiedelt feuchte bis nasse Standorte: Feuchtwiesen, Gräben, Röhrichte, Uferstreifen von Bächen, Flüssen und Teichen sowie Erlenbruchwälder. Sie bevorzugt nährstoffreiche, wechselfeuchte bis dauerhaft nasse Böden und ist in weiten Teilen Europas, Westasiens und Nordafrikas verbreitet. In Deutschland kommt sie nahezu flächendeckend vor, ist jedoch durch Entwässerung von Feuchtgebieten mancherorts seltener geworden. Die Blütezeit erstreckt sich von Juli bis Oktober.

Besonderheiten

Die Wasserminze ist eine der Elternarten der weit verbreiteten Pfefferminze, die als Hybride aus Wasserminze und Grüner Minze entstanden ist. Wie alle Minzen enthält sie ätherische Öle und wurde traditionell in der Volksmedizin sowie als Gewürzpflanze genutzt. Die Blüten sind eine wertvolle Nektarquelle für Insekten, besonders für Schmetterlinge und Wildbienen. Verwechslungen sind mit anderen Minzarten möglich, die jedoch meist Blütenstände in den Blattachseln tragen – ein sicheres Unterscheidungsmerkmal zur Wasserminze.