Schleimpilz Badhamia panicea / Badhamia foliicola

Die Arten der Schleimpilz Gattung Badhamia

Name

Badhamia panicea / Badhamia foliicola

Familie

Physaraceae

Merkmale

Badhamia panicea und Badhamia foliicola gehören zur Gattung Badhamia innerhalb der Schleimpilze (Myxomyceten). Die Sporokarpien sind kugelig bis ellipsoid und sitzen einzeln oder in geselligen bis dichten Gruppen, wobei sie je nach Art ungestielt oder kurz gestielt sein können. Die Peridie ist dünn und kann weißlich, grau oder irisierend erscheinen. Die Sporen sind in Masse dunkel violettbraun bis schwärzlich. Das Capillitium besteht aus verzweigten, teilweise kalkhaltigen Röhren beziehungsweise feinen Netzstrukturen. Da sich die Arten der Gattung Badhamia äußerlich stark ähneln, ist eine zuverlässige Bestimmung auf Artniveau häufig nur durch die mikroskopische Untersuchung von Sporen, Peridie und Capillitium möglich.

Standort und Verbreitung

Vertreter der Gattung Badhamia wachsen bevorzugt auf totem, feuchtem Holz, auf Laubstreu sowie auf lebenden oder abgestorbenen Pflanzenteilen in schattigen, feuchten Wäldern. Badhamia foliicola ist, wie der Name andeutet, häufig auf Blättern zu finden. Die Arten sind weltweit verbreitet und kommen in gemäßigten bis tropischen Klimazonen vor. In Mitteleuropa treten sie vor allem in der wärmeren Jahreszeit auf, mit einer Haupterscheinungszeit von Frühsommer bis Herbst (Mai bis Oktober), wenn Feuchtigkeit und Temperatur günstige Bedingungen für die Plasmodiumbildung bieten.

Besonderheiten

Schleimpilze wie Badhamia panicea und Badhamia foliicola sind keine echten Pilze, sondern gehören zu den Myxomyceten, die heute meist den Protisten zugeordnet werden. Ihr Lebenszyklus ist faszinierend: In einer Phase bilden sie ein kriechfähiges Plasmodium, das sich aktiv bewegt und Nahrung aufnimmt, bevor es sich in Sporokarpien umwandelt. Verwechslungen innerhalb der artenreichen Gattung Badhamia sind häufig, da viele Arten makroskopisch kaum zu unterscheiden sind. Eine gesicherte Artbestimmung erfordert stets die mikroskopische Analyse. Angaben zur Giftigkeit oder Verwendbarkeit sind für diese Organismen nicht relevant.