Klapperschwamm (Grifola frondosa)

Klapperschwamm - Lebensraum und Substrate

Name

Klapperschwamm (Grifola frondosa)

Familie

Meripilaceae

Merkmale

Der Klapperschwamm bildet auffällige, rosettenartige Fruchtkörper, die aus zahlreichen dachziegelartig übereinander geschichteten Einzelhüten bestehen. Die Hüte sind fächerförmig, grau- bis graubraun gefärbt und besitzen eine fein wellige oder radial gestreifte Oberfläche. Die Unterseite ist weiß bis cremeweiß und fein porig. Der gesamte Fruchtkörper kann beeindruckende Ausmaße erreichen und bis zu 50 Zentimeter Durchmesser sowie mehrere Kilogramm Gewicht erreichen. Das Fleisch ist weiß, fest und hat einen angenehm pilzartigen Geruch.

Standort und Verbreitung

Der Klapperschwamm wächst von August bis Oktober bevorzugt am Stammgrund alter Eichen, seltener an Kastanie, Buche oder Linde. Obwohl er scheinbar auf dem Boden wächst, ist er stets mit dem Wurzelsystem des jeweiligen Baumes verbunden und lebt als Schwächeparasit und Saprobiont. Die Art ist sehr standorttreu und kehrt oft viele Jahre an dieselbe Stelle zurück. Verbreitet ist sie in gemäßigten Laubwäldern Europas, Nordamerikas und Ostasiens, in Mitteleuropa gilt sie jedoch als nicht häufig.

Besonderheiten

Der Klapperschwamm ist ein ausgezeichneter Speisepilz mit festem, aromatischem Fleisch und wird in der asiatischen Küche, besonders in Japan unter dem Namen Maitake, sehr geschätzt. Darüber hinaus wird ihm in der Naturheilkunde eine immunstimulierende Wirkung zugeschrieben, weshalb er auch als Heilpilz Verwendung findet. In Deutschland und anderen mitteleuropäischen Ländern steht die Art auf der Roten Liste und gilt als gefährdet, weshalb das Sammeln mit Bedacht erfolgen sollte. Verwechslungen sind möglich mit dem Riesenporling, einem ähnlich großen Porling an Laubbäumen, der jedoch anders strukturierte Hüte aufweist.