Stäublings-Schleimpilz (Reticularia lycoperdon)

Reticularia lycoperdon findet man im Frühjahr auf Laub- oder Nadelholz

Name

Stäublings-Schleimpilz (Reticularia lycoperdon)

Familie

Reticulariaceae

Merkmale

Der Stäublings-Schleimpilz bildet auffällige, halbkugelige bis abgeflachte Fruchtkörper, die je nach Entwicklungsstadium einen Durchmesser von mehreren Zentimetern erreichen können. Die Oberfläche ist charakteristisch silbrig-weißlich glänzend und erinnert in Form und Erscheinung an einen echten Stäubling. Im reifen Zustand platzt die dünne Außenhaut auf und gibt eine große Menge rostbrauner bis ockerbrauner Sporenmasse frei. Die Sporenmasse ist fein und staubig, was dem Pilz seinen deutschen Namen verleiht.

Standort und Verbreitung

Der Stäublings-Schleimpilz wächst auf totem Laub- und Nadelholz, bevorzugt auf morschen Stämmen, Ästen und Stubben in feuchten Wäldern. Er ist in Europa weit verbreitet und kommt auch in Nordamerika vor. Die Erscheinungszeit liegt hauptsächlich im Frühjahr, wobei Funde von März bis in den frühen Sommer möglich sind. Der Fund aus dem Originaltext stammt vom April 2011 aus dem östlichen Süntel, einem Höhenzug im Weserbergland in Niedersachsen.

Besonderheiten

Schleimpilze sind keine echten Pilze, sondern werden heute den Amöbozoa zugeordnet – sie sind also weder Tier noch Pflanze noch Pilz im klassischen Sinne. Der Stäublings-Schleimpilz ist aufgrund seiner silbrigen Oberfläche und stäublingsartigen Form leicht mit echten Stäublingen zu verwechseln, bei denen es sich jedoch um Ständerpilze handelt. Ähnliche Schleimpilzarten können ebenfalls auf Totholz auftreten, sind aber meist kleiner oder anders gefärbt. Eine Giftigkeit ist nicht bekannt, der Pilz hat jedoch keine kulinarische Bedeutung.