Hexenbutter: Nahrung und Phagozytose der Schleimpilze
Im beweglichen Zustand werden Schleimpilze als Plasmodien bezeichnet – in diesem Stadium ist die Lohblüte volkstümlich auch als Hexenbutter bekannt. Als echte Überlebenskünstler ernähren sie sich auf bemerkenswerte Weise: Mikroorganismen, vor allem Bakterien, Pilze und Sporen, werden aktiv überwuchert und durch Phagozytose aufgenommen und verdaut. Dabei umschließt das Plasmodium seine Nahrung regelrecht und nimmt sie in sich auf, um sie anschließend zu verdauen. Auf diese Weise beeinflussen Schleimpilze mikrobielle Lebensgemeinschaften und tragen zur Umsetzung von organischem Material im Ökosystem bei.