Gelbe Lohblüte (Fuligo septica)
Name
Gelbe Lohblüte (Fuligo septica)
Familie
Physaraceae
Merkmale
Die Gelbe Lohblüte ist im reifen Zustand an ihrer auffälligen, leuchtend gelben bis cremefarbenen Farbe gut zu erkennen. Sie bildet ausgedehnte, schwammartig-schaumige Fruchtkörper, sogenannte Äthalien, die eine unregelmäßige, kissenartige Form annehmen und Durchmesser von bis zu 30 Zentimetern erreichen können. Die Oberfläche ist zunächst weich und feucht, verhärtet aber mit der Zeit zu einer brüchigen Kruste. Im Inneren befindet sich eine dunkelbraune bis schwarze Sporenmasse. Junge Exemplare können auch gelblich-grün oder orangefarben erscheinen.
Standort und Verbreitung
Fuligo septica besiedelt bevorzugt feuchte, schattige Standorte und ist typischerweise auf morschem Totholz, Rindenmulch, Laub oder in Bodennähe anzutreffen. Die Art kommt in Laub- und Mischwäldern, Gärten sowie Parkanlagen vor und ist weltweit verbreitet – von Europa über Nordamerika bis nach Asien und Australien. In geeigneten Lebensräumen gilt sie als häufig und weit verbreitet. Die Haupterscheinungszeit liegt in den feuchten Monaten von Frühjahr bis Herbst, wobei Fruchtkörper nach Regenphasen besonders häufig auftreten.
Besonderheiten
Schleimpilze wie Fuligo septica nehmen eine biologische Sonderstellung ein: Sie gehören weder zu den Pilzen noch zum Tier- oder Pflanzenreich, sondern werden heute den Protisten zugeordnet. Bemerkenswert ist ihre Fähigkeit, sich im plasmodialen Stadium aktiv fortzubewegen und Nahrung – vor allem Bakterien, Pilzsporen und organisches Material – aktiv aufzusuchen. Die Art gilt als ungiftig, kann jedoch bei empfindlichen Personen Hautreizungen verursachen. In manchen Regionen Mexikos werden junge Fruchtkörper als Speise genutzt. Verwechslungen sind mit anderen gelben Schleimpilzarten möglich, die ähnliche Lebensräume besiedeln.