Blasiger Becherling (Peziza vesiculosa)

Die Fruchtkörper vom Blasigen Becherling findet man von April bis November

Name

Blasiger Becherling (Peziza vesiculosa)

Familie

Pezizaceae

Merkmale

Der Blasige Becherling bildet auffällige, becherförmige bis schüsselartige Fruchtkörper, die jung oft blasig aufgetrieben und geschlossen wirken, bevor sie sich weiter öffnen. Die Innenseite des Bechers ist glatt und ockerbraun bis hellbraun gefärbt, die Außenseite etwas heller und fein körnig bis kleiig. Die Fruchtkörper erreichen Durchmesser von etwa 3 bis 10 Zentimetern und wachsen häufig in dichten, geselligen Gruppen. Das Fleisch ist brüchig und wässrig-weißlich.

Standort und Verbreitung

Peziza vesiculosa wächst auf nährstoffreichen Substraten wie Rindenmulch, Strohballen, Pferdemist und Komposthaufen sowie auf gedüngten Böden. Die Art ist ein typischer Bewohner von Gärten, Parkanlagen, Stallbereichen und landwirtschaftlich genutzten Flächen. Sie ist in Europa weit verbreitet und gilt als noch recht häufig, sofern geeignete Lebensräume vorhanden sind. Die Erscheinungszeit erstreckt sich von April bis November, mit einem Schwerpunkt in den feuchteren Monaten des Frühjahrs und Herbstes.

Besonderheiten

Der Blasige Becherling ist eine charakteristische Pilzart, die systematisch der Abteilung der Schlauchpilze (Ascomycota) zugeordnet wird. Die Art wird in verschiedenen Quellen als essbar geführt, gilt jedoch aufgrund seines geringen kulinarischen Wertes nicht als empfehlenswerter Speisepilz. Besonders bei Exemplaren, die auf Mist oder anderen nährstoffreichen organischen Substraten wachsen, ist vom Verzehr abzuraten. Verwechslungen sind mit anderen Becherlingsarten möglich, die ebenfalls auf nährstoffreichen Substraten vorkommen. Ein auffälliges Merkmal sind die häufig blasig aufgetriebenen jungen Fruchtkörper, die der Art ihren deutschen Namen eingebracht haben.