Gallertartiger Zitterzahn (Pseudohydnum gelatinosum)

Die Fruchtkörper vom Gallertartigen Zitterzahn wachsen an Nadelbaum-Totholz

Name

Gallertartiger Zitterzahn (Pseudohydnum gelatinosum)

Familie

Exidiaceae

Merkmale

Der Gallertartige Zitterzahn besitzt einen unverwechselbaren, gallertartigen bis gummiartigen Fruchtkörper, der halbkreisförmig bis zungenförmig geformt ist und einen Durchmesser von zwei bis acht Zentimetern erreicht. Die Oberseite ist grau bis graubraun, leicht durchscheinend und fühlt sich weich und elastisch an. Die Unterseite ist dicht mit kleinen, weißlichen bis hellgrauen Stacheln besetzt, die dem Pilz seinen Namen verleihen. Bei Feuchtigkeit wirkt der gesamte Fruchtkörper fast glasartig-transparent, was den volkstümlichen Namen Eispilz erklärt.

Standort und Verbreitung

Der Gallertartige Zitterzahn wächst bevorzugt an totem Nadelholz, insbesondere an Fichte und Kiefer, und besiedelt morsches Holz in feuchten Nadel- und Mischwäldern. Die Art ist vor allem in Eurasien verbreitet. Frühere Angaben einer nahezu weltweiten Verbreitung von Pseudohydnum gelatinosum beruhten auf einer weit gefassten Artauffassung; neuere molekulare Untersuchungen haben mehrere äußerlich ähnliche Arten und Taxa unterschieden. Für Europa und das gemäßigte bis boreale Asien ist Pseudohydnum gelatinosum die entsprechende Art, während nordamerikanische Funde als Pseudohydnum gelatinosum subsp. pusillum behandelt werden.

Besonderheiten

Der Gallertartige Zitterzahn gilt als essbar, hat jedoch aufgrund seiner gallertartigen Konsistenz und des milden, kaum ausgeprägten Eigengeschmacks nur geringe kulinarische Bedeutung. Er wird gelegentlich als Beigabe in Salaten oder als Dekoration verwendet. Verwechslungen sind möglich mit anderen gallertartigen Pilzen, etwa dem Judasohr oder ähnlichen Zitterpilzen, jedoch ist die bestachelte Unterseite ein eindeutiges Erkennungsmerkmal. Der Pilz ist nicht giftig und gilt als ungefährdet. Als Saprobiont leistet er einen wichtigen Beitrag zum Abbau von Totholz und damit zum Nährstoffkreislauf im Waldökosystem.