Karotte (Daucus carota)
Name
Karotte (Daucus carota)
Familie
Apiaceae (Doldenblütler)
Merkmale
Die Karotte ist eine zweijährige Kulturpflanze mit einer markanten, fleischigen Pfahlwurzel, die je nach Sorte orange, gelb, rot oder violett gefärbt sein kann. Die Blätter sind fein gefiedert und aromatisch duftend. Im zweiten Jahr bildet die Pflanze einen aufrechten, behaarten Stängel mit weißen bis cremefarbenen Doldenblüten. Die Wildform Gewöhnliche Möhre ist schlanker und hat eine meist weißliche, holzige Wurzel.
Standort und Verbreitung
Die Wildform wächst auf Ruderalflächen, in Wiesen-Biotopen und an Wegrändern, bevorzugt auf trockenen, mageren und kalkhaltigen Böden. Die Kulturform wird weltweit im Gemüseanbau kultiviert und ist eine der bedeutendsten Gemüsepflanzen überhaupt. Die Blütezeit der Gewöhnlichen Möhre erstreckt sich von Mai bis Juli, die Bestäubung erfolgt durch Insekten, vor allem Fliegen und Käfer.
Besonderheiten
Die Karotte zählt zu den ältesten Kulturpflanzen und wurde ursprünglich aus der Wildmöhre gezüchtet. Sie ist reich an Beta-Carotin, dem Vorläufer von Vitamin A, und daher besonders wertvoll für die menschliche Ernährung. Verwechslungen mit giftigen Doldenblütlern wie dem Gefleckten Schierling oder der Hundspetersilie sind bei der Wildform möglich und können gefährlich sein. Die Kulturform ist ungiftig und vielseitig verwendbar – roh, gekocht oder als Saft. In der Volksmedizin wurden Möhren traditionell bei Verdauungsbeschwerden eingesetzt.