Mädesüß-Gallmücke (Dasineura ulmariae)
Name
Mädesüß-Gallmücke (Dasineura ulmariae)
Wirtspflanze
Mädesüß (Filipendula ulmaria)
Merkmale
Die Gallen der Mädesüß-Gallmücke erscheinen als kleine, blasige Ausstülpungen auf der Blattoberseite von Filipendula ulmaria. Sie entstehen bevorzugt entlang der Blattadern und erreichen einen Durchmesser von bis zu 3 mm. Die Strukturen sind hohl und dünnwandig, ihre Oberfläche wirkt glatt bis leicht gewölbt. In der Färbung ähneln sie zunächst dem umgebenden Blattgewebe, können sich im Verlauf der Entwicklung jedoch gelblich bis bräunlich verfärben. Die Gallen sitzen flach auf der Blattspreite und sind von der Unterseite her meist als schwache Vertiefung erkennbar.
Entstehung und Entwicklung
Der Verursacher ist die Mädesüß-Gallmücke (Dasineura ulmariae), eine kleine Zweiflügler-Art aus der Familie der Gallmücken. Die Weibchen legen ihre Eier gezielt an die Blattadern des Mädesüß. Durch chemische Reize, die beim Schlupf der Larven freigesetzt werden, reagiert das Pflanzengewebe mit lokaler Zellproliferation, woraus die charakteristischen Gallenstrukturen entstehen. Im Innern der hohlen Galle durchlaufen die Larven mehrere Entwicklungsstadien geschützt vor Austrocknung und Fressfeinden. Die Entwicklung findet überwiegend im Frühjahr und Frühsommer statt, wenn das Mädesüß frisches Blattwerk treibt. Ausgewachsene Larven verlassen die Galle zur Verpuppung, die in der Regel im Boden erfolgt. Je nach Witterung sind pro Jahr eine oder mehrere Generationen möglich.