Schlanke Bernsteinschnecke (Oxyloma cf. elegans)
Name
Schlanke Bernsteinschnecke (Oxyloma elegans)
Familie
Succineidae (Bernsteinschnecken)
Körpergröße
Gehäuselänge 10–14 mm
Merkmale
Die Schlanke Bernsteinschnecke trägt ein charakteristisch schlankes, hochgewundenes Gehäuse mit meist etwa drei Umgängen. Die Schale ist dünnwandig, durchscheinend und zeigt eine bernstein- bis gelbbraune Färbung. Die Mündung ist groß und nimmt einen erheblichen Teil des Gehäuses ein; der letzte Umgang ist entsprechend sehr groß. Der Weichkörper ist häufig dunkel pigmentiert. Die Arten der Gattung Oxyloma sind einander sehr ähnlich und anhand des Gehäuses nur schwer sicher zu unterscheiden; insbesondere die Abgrenzung zu nahe verwandten Arten wie Oxyloma sarsii kann eine Untersuchung der Genitalanatomie erfordern.
Lebensraum
Die Schlanke Bernsteinschnecke besiedelt ausschließlich feuchte bis nasse Lebensräume. Typische Fundorte sind Uferstreifen von Bächen, Flüssen, Teichen und Gräben, ferner Sümpfe, Feuchtwiesen, Röhrichte und Moore. Die Tiere klettern häufig an Wasserpflanzen, Schilf und anderen Uferstauden umher und halten sich oft knapp oberhalb der Wasserlinie auf. Aktiv sind die Tiere vor allem in den Abend- und Nachtstunden sowie nach Regenfällen. Die Hauptaktivitätszeit liegt von Frühjahr bis Herbst (etwa April bis Oktober); in milden Wintern können einzelne Individuen auch außerhalb dieser Zeitspanne beobachtet werden.
Besonderheiten
Die Schnecke ist überwiegend nachtaktiv und reagiert empfindlich auf Umweltveränderungen, weshalb sie als wichtiger Hinweis auf die Qualität von Feuchtlebensräumen gilt. Innerhalb der Gattung Oxyloma bestehen erhebliche Verwechslungsgefahren, insbesondere mit der Großen Bernsteinschnecke (Oxyloma sarsii) und weiteren nahe verwandten Arten.