Gefleckte Weinbergschnecke (Cornu aspersum)

Die Gefleckte Weinbergschnecke ist ursprünglich im Mittelmeergebiet beheimatet

Name

Gefleckte Weinbergschnecke (Cornu aspersum)

Familie

Helicidae (Schnirkelschnecken)

Körpergröße

Gehäuse bis ca. 40 mm

Merkmale

Die Gefleckte Weinbergschnecke trägt ein rundlich-kegelförmiges, braun gefärbtes Gehäuse mit charakteristischen gelblichen oder hellbraunen Bändern und unregelmäßigen dunklen Flecken und Streifen – daher auch ihr deutscher Name. Die Oberfläche des Gehäuses wirkt durch feine Rippen leicht rau. Der Weichkörper ist graubraun gefärbt. Mit einem Gehäusedurchmesser von maximal 40 mm bleibt Cornu aspersum etwas kleiner als die heimische Weinbergschnecke (Helix pomatia), der sie im Gesamteindruck jedoch ähnelt.

Lebensraum

Die Gefleckte Weinbergschnecke bewohnt bevorzugt strukturreiche, feuchte Lebensräume wie Gärten, Parkanlagen, Hecken-Biotope und Waldränder. Sie hält sich gerne in der Nähe menschlicher Siedlungen auf und profitiert von der Kultivierung der Landschaft. Aktiv ist sie vor allem in der Dämmerung und nachts sowie nach Regenfällen, wenn die Luftfeuchtigkeit hoch ist. Die Hauptaktivitätszeit liegt zwischen Frühjahr und Herbst (März bis Oktober); bei Frost und Trockenheit zieht sich die Schnecke in ihr Gehäuse zurück und verharrt in einer Ruhestarre.

Besonderheiten

Ursprünglich in Westeuropa und im Mittelmeerraum heimisch, wurde Cornu aspersum durch menschliche Verschleppung – etwa über Pflanzenhandel und Gütertransport – auch in Deutschland eingebürgert. Die Art ist zudem weltweit als Neozoon verbreitet, etwa in Nord- und Südamerika, Australien und Südafrika. Als Hermaphrodit besitzt jedes Tier sowohl männliche als auch weibliche Geschlechtsorgane; zur Fortpflanzung ist dennoch ein Partner nötig. In der Gastronomie und Lebensmittelindustrie wird Cornu aspersum ähnlich wie die Weinbergschnecke genutzt und kommerziell gezüchtet. In Gärten gilt sie mancherorts als Schädling, da sie Nutz- und Zierpflanzen befrisst.