Zuckmücken Gattung Glyptotendipes
Name
Glyptotendipes
Familie
Chironomidae (Zuckmücken)
Körpergröße
ca. 4–10 mm Körperlänge
Merkmale
Die Arten der Gattung Glyptotendipes sind typische Zuckmücken mit schlankem, langgestrecktem Körper und oft grünlicher, gelblicher oder bräunlicher Grundfärbung. Charakteristisch sind die langen Vorderbeine, die die Männchen beim namensgebenden Zucken einsetzen, sowie die gefiederten Antennen der Männchen, die deutlich buschiger wirken als jene der Weibchen. Die Flügel sind transparent und werden in Ruhestellung flach über dem Körper gefaltet. Die einzelnen Arten der Gattung ähneln sich morphologisch so stark, dass eine sichere Artbestimmung oft nur durch mikroskopische Untersuchung der Genitalstrukturen möglich ist.
Lebensraum
Glyptotendipes-Arten sind eng an Gewässer gebunden, da ihre Larven aquatisch leben. Man findet sie an stehenden und langsam fließenden Gewässern wie Seen, Teichen, Tümpeln und Gräben, aber auch in sehr feuchten Biotopen wie Mooren, Feuchtwiesen und Uferzonen. Die Larven besiedeln den Gewässergrund, wo sie sich von organischem Material ernähren. Adulte Tiere halten sich meist in unmittelbarer Gewässernähe auf. Die Flugzeit erstreckt sich je nach Art und Region von etwa März bis Oktober, mit Schwerpunkt in den wärmeren Frühjahrs- und Sommermonaten.
Besonderheiten
Zuckmücken der Gattung Glyptotendipes stechen nicht und sind für den Menschen harmlos, werden aber häufig mit stechenden Mücken verwechselt. Adulte Tiere nehmen kaum oder keine Nahrung auf und leben nur wenige Tage – ihre einzige Aufgabe ist die Fortpflanzung. Männchen bilden oft auffällige Schwärme, die in der Abenddämmerung über Gewässern tanzen. Die Larven sind ökologisch bedeutsam: Als Zersetzer organischer Substanz und als Nahrungsquelle für Fische, Vögel und andere Wirbellose spielen sie eine wichtige Rolle im Nahrungsnetz von Süßwasserökosystemen. Aufgrund der großen morphologischen Ähnlichkeit der Arten untereinander ist eine Bestimmung bis auf Artniveau ohne Spezialkenntnisse kaum möglich.