Wanzenfliege Phasia hemiptera

Phasia hemiptera Männchen

Name

Phasia hemiptera

Familie

Tachinidae (Raupenfliegen)

Körpergröße

7–11 mm Körperlänge

Merkmale

Phasia hemiptera ist eine auffällige Raupenfliege mit deutlichem Geschlechtsdimorphismus. Das Männchen besitzt charakteristisch breite Flügel mit auffälligen dunklen bis blauschwarzen Flecken oder Bändern. Der Hinterleib zeigt eine orangebraune bis rötliche Behaarung an den Seiten und einen dunkleren Bereich auf der Oberseite. Das Weibchen ist deutlich unscheinbarer und besitzt schmalere, weitgehend durchsichtige und ungemusterte Flügel. Der Körperbau ist gedrungen, der Kopf breit mit großen Facettenaugen. Die auffällige orangebraune Behaarung an den Seiten des Thorax und Hinterleibs ist ein weiteres charakteristisches Merkmal der Art.

Lebensraum

Phasia hemiptera bevorzugt warme, sonnige Standorte und ist an Waldrändern, in lichten Wäldern sowie auf blütenreichen Wiesen anzutreffen. Die Art tritt in zwei Generationen auf: Die erste Generation erscheint bereits ab Mitte April bis Mitte Juni, die zweite von etwa Mitte Juli bis Ende September. Die Imagines besuchen zahlreiche Blüten, besonders häufig Dolden- und Korbblütler. Die Art ist in wärmeren Teilen Mitteleuropas weit verbreitet und hat ihr Vorkommen in den vergangenen Jahrzehnten auch nach Norden ausgedehnt.

Besonderheiten

Phasia hemiptera ist ein Parasitoider, der seine Eier bevorzugt an Wanzen der Familie Pentatomidae ablegt. Die Larven entwickeln sich als Endoparasitoide im Körper der Wirtstiere und töten diese schließlich ab. Dieses Verhalten ist typisch für Raupenfliegen, obwohl der Name dieser Familie etwas irreführend ist, da nicht nur Raupen als Wirte genutzt werden. Ähnliche Arten aus der gleichen Gattung können leicht verwechselt werden, besonders die Weibchen sind schwer zu unterscheiden und erfordern eine genaue Bestimmung. Aufgrund ihrer Bindung an wärmeliebende Lebensräume könnte die Art vom Klimawandel profitieren und sich künftig weiter nach Norden ausbreiten.