Wanzenfliege Phasia hemiptera
Name
Phasia hemiptera
Familie
Tachinidae (Raupenfliegen)
Körpergröße
7–11 mm Körperlänge
Merkmale
Phasia hemiptera ist eine auffällige Raupenfliege mit deutlichem Geschlechtsdimorphismus. Das Männchen besitzt charakteristisch gefärbte, halbdurchsichtige Flügel mit einem markanten dunklen Fleck oder einer dunklen Bänderung, die der Art ein unverwechselbares Erscheinungsbild verleihen. Der Hinterleib zeigt beim Männchen eine orangegelbe bis rötliche Grundfärbung. Das Weibchen ist deutlich unscheinbarer und wirkt auf den ersten Blick wie eine ganz andere Art: Es hat dunklere, weniger auffällige Flügel und einen stärker gefleckten Hinterleib. Der Körperbau ist gedrungen, der Kopf breit mit großen Facettenaugen.
Lebensraum
Phasia hemiptera bevorzugt warme, sonnige Standorte und ist in lichten Wäldern, an Waldrändern sowie auf blütenreichen Wiesen anzutreffen. Die Art fliegt in zwei Generationen von Juni bis September. Im wärmeren Süden Deutschlands ist sie vergleichsweise häufig, während sie im Norden deutlich seltener vorkommt. Generell gilt sie als wärmeliebende Art, die von einem günstigen Mikroklima abhängig ist.
Besonderheiten
Phasia hemiptera ist ein Parasitoider, der seine Eier bevorzugt an Wanzen der Familie Pentatomidae ablegt. Die Larven entwickeln sich als Endoparasitoide im Körper der Wirtstiere und töten diese schließlich ab. Dieses Verhalten ist typisch für Raupenfliegen, obwohl der Name dieser Familie etwas irreführend ist, da nicht nur Raupen als Wirte genutzt werden. Ähnliche Arten aus der gleichen Gattung können leicht verwechselt werden, besonders die Weibchen sind schwer zu unterscheiden und erfordern eine genaue Bestimmung. Aufgrund ihrer Bindung an wärmeliebende Lebensräume könnte die Art vom Klimawandel profitieren und sich künftig weiter nach Norden ausbreiten.