Vierstreifige Dickkopffliege (Conops quadrifasciatus)

Conops quadrifasciatus Männchen

Name

Vierstreifige Dickkopffliege (Conops quadrifasciatus)

Familie

Dickkopffliegen (Conopidae)

Körpergröße

Körperlänge 9–13 mm

Merkmale

Die Vierstreifige Dickkopffliege ist eine mittelgroße, wespenartig gefärbte Fliege mit auffällig gestrecktem Körperbau. Charakteristisch ist der namensgebende Hinterleib mit vier hellen, gelblichen Querbinden auf dunklem Grund, was der Art ein wespen- oder bienenähnliches Erscheinungsbild verleiht. Der Kopf ist im Vergleich zum Thorax verbreitert und leicht aufgewölbt, was typisch für Dickkopffliegen ist. Die Flügel werden in Ruhestellung flach über dem Hinterleib gehalten. Männchen und Weibchen unterscheiden sich vor allem in der Augenstellung: Beim Männchen stoßen die Facettenaugen oben nahezu zusammen, beim Weibchen sind sie deutlich getrennt.

Lebensraum

Die Vierstreifige Dickkopffliege bewohnt offene bis halboffene Lebensräume und ist besonders häufig auf artenreichen Wiesen, an Wegrändern und auf Ruderalflächen anzutreffen. Die Art bevorzugt Standorte mit einem reichen Angebot an Blütenpflanzen, da sich die erwachsenen Tiere ausschließlich von Nektar ernähren. Die Flugzeit erstreckt sich von Juni bis September, mit einem Schwerpunkt in den Sommermonaten Juli und August.

Besonderheiten

Wie andere Dickkopffliegen ist Conops quadrifasciatus ein Parasitoid: Die Weibchen bringen ihre Eier an geeigneten Wirten aus der Gruppe der Hautflügler an. Bei dieser Art sind insbesondere Hummeln der Gattung Bombus als Wirte bekannt. Die Larve entwickelt sich im Inneren des Wirtstieres und tötet dieses schließlich ab. Die wespenartige Färbung dient vermutlich als Schutzfärbung gegenüber Fressfeinden. Verwechslungen sind mit anderen Dickkopffliegen ähnlicher Zeichnung möglich, weshalb zur sicheren Bestimmung die genaue Form und Anordnung der gelben Zeichnungen am Hinterleib sowie weitere Körpermerkmale berücksichtigt werden sollten.