Regenbremse (Haematopota pluvialis)
Name
Regenbremse (Haematopota pluvialis)
Familie
Tabanidae (Bremsen)
Körpergröße
Körperlänge 8–12 mm
Merkmale
Die Regenbremse ist eine mittelgroße Bremse mit einem charakteristisch gemusterten Körper. Die Augen der Männchen sind, wie bei vielen Bremsenarten, holopisch, das heißt sie stoßen auf der Oberseite des Kopfes zusammen, während die Augen der Weibchen dichopisch getrennt sind. Die Flügel sind auffällig grau-braun marmoriert mit einem welligen, mosaikartigen Muster aus hellen und dunklen Flecken – dieses Merkmal ist ein zuverlässiges Erkennungszeichen der Art. Der Körper ist graubraun gefärbt, der Hinterleib zeigt helle Fleckenreihen auf der Oberseite. Im Ruhezustand werden die Flügel flach über dem Körper zusammengelegt.
Lebensraum
Die Regenbremse besiedelt feuchte bis nasse Lebensräume wie Sümpfe, Feuchtwiesen, Ufergehölze und Waldränder in Gewässernähe. Sie ist in weiten Teilen Europas und des gemäßigten Asiens verbreitet. Die Larven entwickeln sich im feuchten Boden oder in schlammigen Uferbereichen, wo sie räuberisch leben. Die Flugzeit erstreckt sich von Mai bis Oktober, mit einem Aktivitätsschwerpunkt in den Sommermonaten.
Besonderheiten
Der deutsche Name Regenbremse verweist auf das typische Verhalten der Art: Bei hoher Luftfeuchtigkeit, vor oder nach Regenfällen, steigt die Stechfreudigkeit der Weibchen deutlich an. Nur die Weibchen nehmen Blutmahlzeiten auf, die zur Reifung der Eier notwendig sind. Männchen ernähren sich ausschließlich von Nektar und Pflanzensäften. Die Regenbremse gilt als lästiger Blutsauger für Weidetiere und Menschen gleichermaßen. Beim Anflug ist sie auffallend lautlos, was sie von anderen Bremsenarten unterscheidet. Verwechslungen sind mit ähnlichen Haematopota-Arten möglich, die jedoch deutlich seltener sind. Die Art gilt derzeit nicht als gefährdet.