Köcherfliege Mystacides longicornis
Name
Mystacides longicornis
Familie
Leptoceridae
Körpergröße
6–9 mm (Körperlänge)
Merkmale
Mystacides longicornis ist eine schlanke Köcherfliege mit einer Körperlänge von 6 bis 9 mm. Das auffälligste Merkmal sind die außergewöhnlich langen Antennen, die etwa die doppelte Körperlänge erreichen – ein charakteristisches Kennzeichen der Familie Leptoceridae, zu der diese Art gehört. Die Grundfärbung der Flügel ist bräunlich bis schwärzlich, oft mit feiner heller Musterung. Wie alle Köcherfliegen besitzen die Imagines zwei Paar behaarte Flügel, die in Ruhe dachförmig über dem Körper gefaltet werden.
Lebensraum
Die Art ist an stehenden oder langsam fließenden Gewässern anzutreffen, etwa an Seen, Teichen, Altarmen und ruhigen Flussabschnitten mit reicher Ufervegetation. Die Larven leben aquatisch am Gewässergrund und bevorzugen Bereiche mit organischem Substrat. Adulte Tiere fliegen von Mai bis September und sind häufig in der Dämmerung aktiv, wenn sie sich in Schwärmen über der Wasseroberfläche versammeln.
Besonderheiten
Die Larven von Mystacides longicornis ernähren sich überwiegend von organischem Material wie Detritus und pflanzlichen Resten. Charakteristisch ist ihr selbst gebauter Köcher: Sie fertigen zunächst ein Seidengespinst und tarnen dieses anschließend mit Fremdmaterialien wie kleinen Steinchen, Sandkörnern oder Ästchen. Dieser Köcher dient als Schutz vor Fressfeinden und wird von der Larve mit sich getragen. Köcherfliegen gelten als wichtige Bioindikatoren für die Gewässergüte, da ihre Larven empfindlich auf Wasserverschmutzung reagieren. Verwechslungen sind mit anderen schlanken Arten der Familie Leptoceridae möglich, die ebenfalls auffällig lange Antennen tragen.