Höcker-Habichtsfliege (Dioctria rufipes)

Ein wichtiges Merkmal von Dioctria rufipes ist der Stirnhöcker

Name

Höcker-Habichtsfliege (Dioctria rufipes)

Familie

Raubfliegen (Asilidae)

Körpergröße

Körperlänge 12–15 mm

Merkmale

Die Höcker-Habichtsfliege ist eine mittelgroße Raubfliege mit einer Körperlänge von 12 bis 15 mm. Ihr auffälligstes Merkmal ist der namensgebende Stirnhöcker, der sie von ähnlichen Arten der Gattung unterscheidet. Die Beine zeigen eine charakteristische Färbung: Die Vorderbeine und Mittelbeine sind rotgelb gefärbt, während die Hinterbeine überwiegend schwarz sind. Der Hinterleib ist schlank und dunkel, der Körper insgesamt von schlanker, langgestreckter Gestalt, wie es für Habichtsfliegen typisch ist. Das Gesicht ist mit einem dichten Knebelbart aus hellen Borsten besetzt, ein weiteres charakteristisches Merkmal der Raubfliegenfamilie.

Lebensraum

Die Höcker-Habichtsfliege besiedelt bevorzugt halboffene bis offene Lebensräume mit lockerem Pflanzenbewuchs und besonnten Strukturen. Typische Biotope sind Kiesgruben, Waldränder und Hecken-Biotope, wo die Art auf Lauerwarten sitzt und von dort aus Beute jagt. Sie bevorzugt warme, sonnenexponierte Standorte mit freien Sitzwarten wie Zweigen oder Stängeln. Die Flugzeit erstreckt sich von Mai bis August, mit einem Schwerpunkt in den Sommermonaten Juni und Juli.

Besonderheiten

Wie alle Raubfliegen ist die Höcker-Habichtsfliege ein aktiver Räuber, der andere Insekten im Flug fängt und mit seinem kräftigen Rüssel aussticht. Verwechslungen mit anderen Vertretern der artenreichen Gattung sind möglich, da mehrere ähnliche Arten vorkommen. Der Stirnhöcker sowie die kontrastreiche Beinzeichnung sind daher entscheidende Bestimmungsmerkmale. Die Larven leben räuberisch im Boden und ernähren sich von anderen kleinen Insekten beziehungsweise deren Larven. Die Art gilt in Deutschland als ungefährdet, profitiert jedoch von strukturreichen Landschaften mit naturnahen Säumen und offenen, warmen Biotopen.