Gestreifte Habichtsfliege (Dioctria linearis)
Name
Gestreifte Habichtsfliege (Dioctria linearis)
Familie
Raubfliegen (Asilidae)
Körpergröße
Körperlänge 8–12 mm
Merkmale
Die Gestreifte Habichtsfliege ist eine schlanke, langgestreckte Raubfliege mit charakteristischer Streifenzeichnung auf dem Hinterleib, die ihr den deutschen Namen verleiht. Der Körper ist überwiegend schwarz gefärbt, die Beine sind auffällig lang und kräftig – typisch für eine aktive Jägerin. Wie alle Raubfliegen besitzt Dioctria linearis einen robusten, nach unten gerichteten Saugrüssel sowie einen dichten Knebelbart im Gesicht, der als Schutz beim Überwältigen der Beute dient. Die Flügel werden in Ruhestellung flach über dem Hinterleib gehalten. Weibchen und Männchen unterscheiden sich geringfügig in Körperbau und Zeichnung.
Lebensraum
Die Gestreifte Habichtsfliege bevorzugt lichte Wälder, Waldränder und strukturreiche Hecken-Biotope, wo ausreichend Sitzwarten und ein gutes Angebot an Beuteinsekten vorhanden sind. Sie ist in weiten Teilen Mitteleuropas verbreitet und besiedelt sowohl trockene als auch mäßig feuchte Standorte. Die Flugzeit erstreckt sich von Mai bis August, mit einem Schwerpunkt in den Sommermonaten.
Besonderheiten
Als klassischer Ansitzjäger wartet die Gestreifte Habichtsfliege geduldig auf einer erhöhten Warte und stürzt sich blitzschnell auf vorbeifliegende Insekten, die meist im Flug überwältigt werden. Mit dem kräftigen Saugrüssel wird die Beute gelähmt und ausgesaugt. Dioctria linearis kann leicht mit anderen Arten der artenreichen Gattung verwechselt werden, weshalb zur sicheren Bestimmung oft eine genaue Betrachtung der Beinzeichnung und Körperbehaarung notwendig ist. Die Art gilt in Mitteleuropa als nicht gefährdet, ist jedoch auf strukturreiche Lebensräume angewiesen und profitiert von naturnahen Hecken und lichten Waldstrukturen.