Gemeine Breitstirnblasenkopffliege (Sicus ferrugineus)

Gemeine Breitstirnblasenkopffliege Sicus ferrugineus

Name

Gemeine Breitstirnblasenkopffliege (Sicus ferrugineus)

Familie

Blasenkopffliegen (Conopidae)

Körpergröße

8–11 mm (Körperlänge)

Merkmale

Die Gemeine Breitstirnblasenkopffliege ist eine auffällige Fliege mit dem für Blasenkopffliegen typischen, kugelförmig aufgetriebenen Kopf, der breiter als der Thorax ist – daher der treffende deutsche Name. Der Körper ist rostbraun bis gelblich-orange gefärbt, der Hinterleib deutlich eingeschnürt und dann wieder verbreitert, was der Art eine wespenartige Silhouette verleiht. Die Flügel werden in Ruhe flach über dem Körper gefaltet. Männchen und Weibchen ähneln sich, wobei die Stirn der Weibchen besonders breit ausgeprägt ist.

Lebensraum

Die Art besiedelt offene bis halboffene Landschaften: Blütenreiche Wiesen, Waldränder, Säume und Brachflächen gehören zu ihren bevorzugten Habitaten. Dort ist sie regelmäßig auf Blüten anzutreffen, wo sie Nektar aufnimmt. Die Flugzeit erstreckt sich von Mai bis September, mit einem Schwerpunkt in den Sommermonaten Juni und Juli.

Besonderheiten

Die Fortpflanzungsbiologie der Gemeinen Breitstirnblasenkopffliege ist bemerkenswert: Die Weibchen sind auf Hummeln als Wirte angewiesen. Sie fangen Hummeln häufig im Flug oder greifen sie auf Blüten an und bringen dabei ein Ei in den Körper des Wirts ein. Die geschlüpfte Larve entwickelt sich innerhalb der Hummel als Endoparasitoid und ernährt sich von deren Körpergewebe. Schließlich wird der Wirt durch die Entwicklung der Larve getötet. Verwechslungen sind mit anderen Blasenkopffliegen möglich, die ebenfalls wespenartig wirken und ähnliche Lebensräume besiedeln. Die Art ist in weiten Teilen Europas verbreitet.