Grasschaumzikade (Neophilaenus lineatus)

Grasschaumzikade Neophilaenus lineatus

Name

Grasschaumzikade (Neophilaenus lineatus)

Familie

Aphrophoridae

Körpergröße

Körperlänge 4,6–6,8 mm

Merkmale

Die Grasschaumzikade ist eine kleine, gedrungen wirkende Zikade mit charakteristischen dunklen Längsstreifen auf den Flügeldeckenrändern, die zudem auffällig behaart sind. Die Grundfärbung der Flügeldecken variiert von hellbraun bis gelblich-beige, wodurch die dunklen Streifen besonders kontrastreich hervortreten. Der Körperbau ist typisch für Schaumzikaden: breit, oval und mit kräftigen Hinterbeinen ausgestattet, die dem Tier weite Sprünge ermöglichen. Weibchen sind in der Regel etwas größer als Männchen. Die Larven sind weich und hell gefärbt und kaum ohne ihr schützendes Schaumnest zu beobachten.

Lebensraum

Die Grasschaumzikade besiedelt ein breites Spektrum offener bis halboffener Lebensräume. Sie ist auf Wiesen, an Waldrändern, auf Lichtungen sowie in Moor-Biotopen anzutreffen. Als ausgesprochene Grasland-Art lebt sie eng gebunden an Poaceae (Süßgräser) und Cyperaceae (Sauergräser), die sowohl Larven als auch adulten Tieren als Nahrungspflanzen dienen. Die Erscheinungszeit der Imagines erstreckt sich von Juni bis November, womit die Art zu den vergleichsweise langlebigen heimischen Zikaden zählt.

Besonderheiten

Das auffälligste Merkmal der Larvalentwicklung ist die Erzeugung sogenannter Schaumnestern: Die Larven scheiden eine schaumige Flüssigkeit aus, in der sie vollständig eingehüllt leben. Dieser Schaum schützt sie vor Austrocknung, Fressfeinden und Temperaturschwankungen. Die Grasschaumzikade kann leicht mit anderen Schaumzikaden-Arten verwechselt werden, etwa mit der weit verbreiteten Gemeinen Schaumzikade, von der sie sich vor allem durch die charakteristischen Längsstreifen auf den Flügeldecken unterscheidet. Die Art gilt in Mitteleuropa als weit verbreitet und nicht gefährdet, kann jedoch durch intensive Landwirtschaft und den Verlust extensiver Grünlandflächen lokal unter Druck geraten.