Gelbweisse Schilfeule (Arenostola phragmitidis)
Name
Gelbweisse Schilfeule (Arenostola phragmitidis)
Familie
Noctuidae (Eulenfalter)
Körpergröße
Spannweite 32–36 mm
Merkmale
Die Gelbweisse Schilfeule ist ein mittelgroßer Eulenfalter mit einer Flügelspannweite von 32 bis 36 mm. Die Vorderflügel sind hell gelblich-weiß bis strohfarben gefärbt und zeigen eine feine, unauffällige Zeichnung mit schwachen Querlinien und einem dezenten Mittelfleck – eine Färbung, die hervorragend zur Tarnung im Schilf geeignet ist. Die Hinterflügel sind heller und nahezu einfarbig. Der Körper ist schlank und ebenfalls hell gefärbt, was die Art von dunkleren Schilfeulenverwandten unterscheidet.
Lebensraum
Die Gelbweisse Schilfeule ist eng an Schilfröhrichte gebunden und besiedelt Uferstreifen von Seen, Flüssen, Teichen und Gräben sowie alle sonstigen Feuchtbiotope mit ausgedehnten Beständen des Gemeinen Schilfs (Phragmites australis). Die Raupen entwickeln sich an den Blättern dieser Pflanze. Die Flugzeit der Imagines erstreckt sich von Juni bis August, wobei die Falter nachtaktiv sind und bevorzugt in der Dämmerung und nachts fliegen.
Besonderheiten
Die Verbreitung der Gelbweissen Schilfeule in Deutschland ist deutlich ungleichmäßig: Die Art ist vor allem in der norddeutschen Tiefebene regelmäßig anzutreffen, während sie in den südlichen Bundesländern selten ist oder ganz fehlt. Dies hängt mit der Verfügbarkeit geeigneter Schilflebensräume zusammen, die im Norden großflächiger vorhanden sind. Verwechslungen sind mit ähnlichen hellen Schilfeulen möglich, die ebenfalls in Röhrichtbiotopen vorkommen. Der Rückgang von Schilfflächen durch Gewässerausbau und Entwässerung stellt eine potenzielle Gefährdung für die Art dar.