Große Grasbüscheleule (Apamea monoglypha)

Wurzelfresser Apamea monoglypha

Name

Große Grasbüscheleule (Apamea monoglypha)

Familie

Noctuidae (Eulenfalter)

Körpergröße

Spannweite 45–57 mm

Merkmale

Die Große Grasbüscheleule gehört zu den mittelgroßen Eulenfaltern und zeigt die für ihre Familie typische gedämpfte Färbung. Die Vorderflügel sind graubraun bis dunkelbraun gefärbt und weisen ein charakteristisches Muster aus hellen und dunklen Querlinien sowie markanten Nierenmakel und Ringmakel auf. Der Nierenmakel ist meist hell umrandet und gut erkennbar. Die Hinterflügel sind einfarbig graubraun und heller als die Vorderflügel. Der Körper ist kräftig gebaut und dicht beschuppt, wie es für Eulenfalter typisch ist. Verwechslungen sind mit ähnlichen Grasbüscheleulen möglich, die sich jedoch durch feinere Unterschiede im Makelbereich und in der Grundfärbung unterscheiden lassen.

Lebensraum

Die Große Grasbüscheleule besiedelt ein breites Spektrum an Lebensräumen. Sie ist an Waldrändern, auf Lichtungen, in Heide-Biotopen sowie im Siedlungsbereich anzutreffen – überall dort, wo Süßgräser als Nahrungsgrundlage für die Raupen vorhanden sind. Die Art ist in weiten Teilen Europas verbreitet und gilt als häufig. Die Flugzeit der Falter erstreckt sich hauptsächlich von Juni bis August, wobei die Imagines nachtaktiv sind und regelmäßig an Lichtquellen erscheinen.

Besonderheiten

Die Raupen der Großen Grasbüscheleule leben verborgen im Boden und fressen an den Wurzeln und basalen Teilen von Süßgräsern (Poaceae), was ihr den volkstümlichen Namen Wurzelfresser eingebracht hat. Diese unterirdische Lebensweise macht die Raupen schwer auffindbar. Die Überwinterung erfolgt als Raupe. Die Art ist in Mitteleuropa weit verbreitet und nicht gefährdet. Aufgrund ihrer Häufigkeit und der breiten Lebensraumtoleranz gilt sie als eine der charakteristischen Eulenfalterarten der mitteleuropäischen Kulturlandschaft.