Dreieck-Grasmotteneulchen (Pseudeustrotia candidula)
Name
Dreieck-Grasmotteneulchen (Pseudeustrotia candidula)
Familie
Noctuidae (Eulenfalter)
Körpergröße
Spannweite 23–26 mm
Merkmale
Das Dreieck-Grasmotteneulchen ist ein kleiner Eulenfalter mit einer Flügelspannweite von 23 bis 26 mm. Die Vorderflügel sind hell ockerfarben bis weißlich-grau und zeigen ein charakteristisches dunkles Dreiecksmuster in der Flügelmitte, das der Art ihren deutschen Namen verleiht. Die Querlinien sind deutlich ausgeprägt, der Nierenmakel ist erkennbar abgesetzt. Die Hinterflügel sind heller und weniger gemustert. Insgesamt wirkt der Falter zierlich und unauffällig, was ihn in seinem Lebensraum gut tarnt.
Lebensraum
Das Dreieck-Grasmotteneulchen besiedelt bevorzugt extensiv bewirtschaftete, eher feuchte bis mäßig feuchte Offenlebensräume. Typische Biotope sind Feuchtwiesen, feuchte Fettwiesen, Gräben, Waldränder und geeignete Störstellen mit einem guten Angebot an krautigen Nahrungspflanzen. Die Raupen entwickeln sich vor allem an Knöterichgewächsen (Polygonaceae), insbesondere an verschiedenen Ampferarten (Rumex) und Knötericharten (Polygonum). Die Flugzeit der Imagines erstreckt sich von Mai bis August beziehungsweise September.
Besonderheiten
Das Dreieck-Grasmotteneulchen ist in Deutschland ungleichmäßig verbreitet: Während die Art im Osten Deutschlands regelmäßig anzutreffen ist, gilt sie in Niedersachsen und anderen westlichen Bundesländern als ausgesprochen selten. Die Art gilt als wärmeliebend und profitiert von strukturreichen, mageren Standorten. Ähnliche Arten innerhalb der Grasmotteneulchen können zu Verwechslungen führen, eine sichere Bestimmung erfordert daher oft eine genaue Betrachtung der Flügelzeichnung. Die Raupen leben bodennah und sind nachtaktiv. Über die genaue Gefährdungssituation liegen regional unterschiedliche Einschätzungen vor; der Verlust magerer Offenlandbiotope durch Nutzungsintensivierung oder Sukzession stellt eine potenzielle Bedrohung dar.