Buschhornblattwespe Gilpinia spec.
Name
Gilpinia spec.
Familie
Diprionidae (Buschhornblattwespen)
Körpergröße
ca. 6–10 mm Körperlänge (je nach Art)
Merkmale
Weibchen der Gattung Gilpinia besitzen fadenförmige bis schwach gesägte Fühler, während die Männchen auffällig stärker gefiederte Fühler tragen – ein zuverlässiges Merkmal zur Geschlechtsunterscheidung. Die Färbung variiert je nach Art, ist aber häufig gelblich-braun bis schwärzlich gemustert. Der gedrungene Körperbau und die breite Verbindung zwischen Thorax und Hinterleib – typisch für Blattwespen – unterscheiden sie äußerlich deutlich von echten Wespen. Die einzelnen Arten der Gattung Gilpinia sind morphologisch sehr ähnlich und kaum ohne mikroskopische Untersuchung sicher zu bestimmen.
Lebensraum
Gilpinia-Arten sind eng an Nadelbäume gebunden und besiedeln vor allem Kiefernwälder, Fichtenwälder und andere Nadelholzbestände. Die Larven leben gesellig an den Nadeln ihrer Wirtsbäume. Adulte Tiere finden sich bevorzugt in lichten Waldrändern, Forstgebieten und angrenzenden Offenlandbereichen. Das abgebildete Weibchen wurde im Juli 2014 bei der Sandgrube in Poggenhagen nachgewiesen. Die Flugzeit der meisten Gilpinia-Arten erstreckt sich von Mai bis August, wobei manche Arten zwei Generationen pro Jahr ausbilden können.
Besonderheiten
Bei einzelnen Gilpinia-Arten können Massenvermehrungen erhebliche Fraßschäden an Nadelbäumen verursachen, da die Larven die Nadeln ihrer jeweiligen Wirtsbäume stark befressen und dadurch Bäume schwächen können. In der Forstwirtschaft können einzelne Arten daher als Schadinsekten von Bedeutung sein. Die Gattung umfasst mehrere morphologisch ähnliche Arten, die teilweise eng an bestimmte Nadelbaumarten gebunden sind. Die sichere Artbestimmung innerhalb der Gattung erfordert häufig eine genaue morphologische Untersuchung, weshalb Freilandbeobachtungen nicht selten nur auf Gattungsebene bestimmt werden können.