Gallwespe Andricus spec.

Gallwespen Gattung Andricus

Name

Andricus spec.

Familie

Cynipidae (Gallwespen)

Körpergröße

1–8 mm (je nach Art)

Merkmale

Die Arten der Gattung Andricus sind einander sehr ähnlich und lassen sich ohne genaue Untersuchung kaum voneinander unterscheiden. Es handelt sich um kleine bis mittelgroße Wespen mit typisch gedrungener Körperform. Die Färbung variiert je nach Art zwischen gelbbraun, rotbraun und schwärzlich, oft mit helleren Beinabschnitten. Der Hinterleib ist seitlich abgeflacht und sitzt auf einem kurzen Stiel. Weibchen besitzen einen Legebohrer, mit dem sie Eier in Pflanzengewebe einstechen. Eine sichere Artbestimmung ist häufig nur durch die charakteristische Gallenform oder durch mikroskopische Merkmale möglich.

Lebensraum

Die Arten der Gattung Andricus sind eng an Eichen gebunden und kommen überall dort vor, wo Eichen wachsen – in Laubwäldern, Parks, Alleen und Waldrändern. Das vorliegende Exemplar wurde im Juni 2015 im Luther Forst gefunden. Die Flugzeiten variieren je nach Art und Generation stark, da viele Arten einen Generationswechsel zwischen einer geschlechtlichen und einer ungeschlechtlichen Generation durchlaufen. Adulte Tiere können je nach Art von früh im Frühjahr bis in den Herbst hinein beobachtet werden.

Besonderheiten

Gallwespen der Gattung Andricus lösen durch das Einstechen ihrer Eier in Pflanzengewebe eine Gallenbildung aus, die artspezifisch sehr unterschiedlich ausfallen kann – von kleinen Knospengallen bis hin zu auffälligen Auswüchsen an Zweigen oder Blättern. Einige Arten zeigen einen obligaten Wirtswechsel zwischen verschiedenen Eichenarten, wobei die beiden Generationen unterschiedliche Wirtsarten nutzen können. Die Larven entwickeln sich vollständig innerhalb der Galle und sind so vor vielen Fressfeinden geschützt. Die Gattung Andricus umfasst in Europa zahlreiche Arten, was eine Bestimmung allein anhand des adulten Tieres ohne Galle erheblich erschwert.