Gespinstblattwespe Pamphilius aurantiacus

Pamphilius aurantiacus Männchen

Name

Pamphilius aurantiacus

Familie

Pamphiliidae (Gespinstblattwespen)

Körpergröße

Körperlänge 8,5–11 mm

Merkmale

Pamphilius aurantiacus ist eine mittelgroße Blattwespe mit auffällig überwiegend gelbem Schildchen (Scutellum), das als wichtiges Bestimmungsmerkmal gilt. Ein weiteres diagnostisches Merkmal ist das dritte Fühlerglied, das im Vergleich zur ähnlichen Art Pamphilius marginatus deutlich länger ausgebildet ist. Die Grundfärbung ist wie bei vielen Pamphiliiden gelb-schwarz gemustert. Männchen und Weibchen können sich in der Färbungsintensität leicht unterscheiden.

Lebensraum

Die Art besiedelt Waldränder und Hecken-Biotope, wo ihr Larvalwirt, der Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus), vorkommt. Pamphilius aurantiacus ist in Mitteleuropa verbreitet und bevorzugt strukturreiche Übergangsbereiche zwischen Wald und offenem Land. Die Flugzeit der Imagines erstreckt sich von Mai bis Juli. Ein Nachweis gelang bereits im April 2011 im Hohen Holz bei Wunstorf, was auf einen gelegentlich früheren Flugbeginn hindeutet.

Besonderheiten

Die Larven der Gespinstblattwespen leben, wie der deutsche Familienname andeutet, in selbst gesponnenen Blattrollen oder Gespinsten an ihren Wirtspflanzen. Bei Pamphilius aurantiacus ist der Berg-Ahorn der bekannte Larvalwirt. Die Art überwintert als Präpuppe im Boden. Verwechslungen mit Pamphilius marginatus sind möglich, lassen sich aber anhand der Fühlerglieder und der Scutellumfärbung zuverlässig auflösen. Über Gefährdungsstatus und genaue Verbreitung liegen für diese wenig beachtete Wespengruppe nur begrenzte Daten vor.