Hornisse (Vespa crabro)
Name
Hornisse (Vespa crabro)
Familie
Faltenwespen (Vespidae)
Körpergröße
Arbeiterinnen und Drohnen 18–28 mm, Königinnen bis 35 mm
Merkmale
Die Hornisse ist die größte in Mitteleuropa heimische Wespenart und bereits durch ihre beeindruckende Körpergröße unverwechselbar. Die Grundfärbung ist schwarz-gelb mit auffälligen rotbraunen Zeichnungselementen, besonders am Kopf und am vorderen Hinterleibsbereich. Der Kopf ist breit und kräftig, die Augen halbmondförmig. Gegenüber der deutlich kleineren Gemeinen Wespe wirkt die Hornisse massiger und gedrungener. Königinnen sind mit bis zu 35 mm spürbar größer als Arbeiterinnen und Drohnen, die 18 bis 28 mm erreichen.
Lebensraum
Die Hornisse besiedelt bevorzugt lichte Laub- und Mischwälder, Waldränder, alte Obstgärten und strukturreiche Kulturlandschaften. Zum Nestbau werden hohle oder morsche Laubbäume bevorzugt, ersatzweise werden auch Vogelnistkästen, Dachböden oder andere Hohlräume im Bereich menschlicher Siedlungen genutzt. Die Völker sind von Mai bis Oktober aktiv, wobei die begatteten Jungköniginnen als einzige Individuen den Winter überstehen und im Frühjahr neue Kolonien gründen.
Besonderheiten
Nur die Königin überwintert und beginnt im Frühjahr allein mit dem Nestbau. Das Nest wird aus zerkautem Holz gefertigt, woraus eine charakteristische papierartige Wabenstruktur entsteht. Adulte Tiere ernähren sich von Nektar, Obst und Pflanzensäften, während die Larven mit erbeuteten Insekten wie Wespen, Bienen und Raupen versorgt werden. Die Hornisse gilt als nützlicher Regulierer von Insektenpopulationen. In Deutschland steht sie unter Naturschutz, das Zerstören von Nestern ist verboten. Trotz ihres Rufs ist die Hornisse weniger aggressiv als viele kleinere Wespenarten und sticht nur bei echter Bedrohung.