Getreidehalmwespe (Cephus pygmaeus)

Getreidehalmwespe Weibchen

Name

Getreidehalmwespe (Cephus pygmaeus)

Familie

Halmwespen (Cephidae)

Körpergröße

Körperlänge 5–11 mm

Merkmale

Die Getreidehalmwespe ist eine schlanke, wespenartig gebaute Pflanzenwespe mit überwiegend schwarzer Grundfärbung. Der Hinterleib ist mit gelben Querbinden gezeichnet, die je nach Individuum unterschiedlich breit ausgeprägt sein können. Die Beine sind teilweise gelb gefärbt. Weibchen sind in der Regel etwas größer als Männchen und besitzen einen gut erkennbaren Legebohrer, mit dem sie ihre Eier in Grashalme einstechen. Die Flügel sind leicht gebräunt und liegen in Ruhe flach dem Körper an.

Lebensraum

Die Getreidehalmwespe besiedelt vor allem Wiesen-Biotope, Lichtungen und Waldränder, wo geeignete Gräser als Wirtspflanzen zur Verfügung stehen. Besonders häufig ist sie in Getreidefeldern und angrenzenden Grünlandbereichen anzutreffen. Die Flugzeit erstreckt sich von April bis Juli, wobei der Höhepunkt der Aktivität meist in den Monaten Mai und Juni liegt.

Besonderheiten

Die Larven der Getreidehalmwespe entwickeln sich im Inneren von Grashalmen, darunter auch Kulturgetreide wie Weizen und Roggen. Sie fressen sich von oben nach unten durch den Halm, was zum Abknicken der Ähre führt – ein Schadbild, das als Weißährigkeit bekannt ist. Bei Massenvermehrungen kann die Art in der Landwirtschaft erhebliche Ernteverluste verursachen. Die Bestimmung der Art ist anspruchsvoll, da die Arten der Gattung einander sehr ähnlich sehen und eine sichere Unterscheidung oft nur durch genaue Untersuchung morphologischer Details möglich ist. Natürliche Gegenspieler wie parasitoide Schlupfwespen helfen, die Populationen in Schach zu halten.