Erdwanze Sehirus luctuosus
Name
Sehirus luctuosus
Familie
Cydnidae (Erdwanzen)
Körpergröße
Körperlänge 6,2–8,3 mm
Merkmale
Sehirus luctuosus ist eine mittelgroße Erdwanze mit gedrungen-ovalem Körperbau, der für die Familie der Cydnidae typisch ist. Die Grundfärbung ist schwarz mit einem charakteristischen weißen Fleckenmuster auf dem Halbdeckenrand (Corium), was der Art ein auffälliges, kontrastreiche Erscheinungsbild verleiht. Die Beine sind kräftig und zum Teil mit Dornen besetzt – eine Anpassung an die grabende Lebensweise in Bodennähe. Der Halsschild ist breit und glänzend schwarz. Insgesamt wirkt das Tier kompakt und robust.
Lebensraum
Die Art besiedelt bevorzugt warme, offene Lebensräume wie Ruderalflächen, Sandgruben, Trockenrasen und sonnige Böschungen. Sie ist an verschiedene krautige Nahrungspflanzen gebunden, insbesondere an Raublattgewächse (Boraginaceae) wie Ochsenzungen (Anchusa) und Natternkopf (Echium); auch Vergissmeinnicht und verschiedene Veilchen können als Nahrungspflanzen genutzt werden. Die Tiere halten sich häufig in Bodennähe auf. Die Imagines sind vor allem im Frühjahr und die Nymphen im Frühsommer anzutreffen; die neue Generation der Imagines erscheint ab Ende Juli beziehungsweise im August.
Besonderheiten
Sehirus luctuosus zeigt eine interessante Nahrungsspezialisierung: Während die Larven bevorzugt an den Wurzeln der Nahrungspflanzen saugen, ernähren sich die adulten Tiere hauptsächlich von den Samen. Das Weibchen legt seine Eier gezielt an die Nahrungspflanzen, was eine enge ökologische Bindung an Boraginaceae-Arten sicherstellt. Erdwanzen der Gattung Sehirus sind für ihre grabende Lebensweise bekannt und halten sich häufig in Bodennähe auf, was ihre Beobachtung erschwert. Verwechslungen sind mit ähnlich gefärbten Erdwanzen-Arten möglich, die ebenfalls schwarze Grundfärbung mit hellen Zeichnungselementen aufweisen. Die Art gilt als nicht gefährdet und profitiert von offenen, störungsgeprägten Habitaten wie Brachflächen und Sandmagerrasen, die in der Kulturlandschaft noch regelmäßig vorkommen.