Graue Gartenwanze (Rhaphigaster nebulosa)

Graue Gartenwanze Rhaphigaster nebulosa

Name

Graue Gartenwanze (Rhaphigaster nebulosa)

Familie

Pentatomidae (Baumwanzen)

Körpergröße

Körperlänge 14–16 mm

Merkmale

Die Graue Gartenwanze ist eine mittelgroße Baumwanze mit einem charakteristisch grau-braun gemusterten Körper, der von zahlreichen dunklen Punkten und Flecken durchzogen ist – daher der Name nebulosa (lateinisch für wolkig oder nebelig). Der Körper ist oval und flach, typisch für Baumwanzen. Auf der Unterseite des Hinterleibs befindet sich ein auffälliger schwarzer Dorn, der die Art von ähnlichen Baumwanzen unterscheidet. Das Schildchen (Scutellum) ist groß und dreieckig, wie bei allen Vertretern der Baumwanzenfamilie. Die Fühler sind hell und dunkel geringelt.

Lebensraum

Die Graue Gartenwanze besiedelt eine Vielzahl von Lebensräumen und stellt nur geringe Ansprüche an ihr Umfeld. Sie ist in lichten Wäldern, auf Ruderalflächen, in Parkanlagen und Gärten anzutreffen, bevorzugt aber Standorte mit einem reichen Angebot an Laubgehölzen. Die Art ist in weiten Teilen Europas verbreitet und gilt als häufig. Erwachsene Tiere sowie Larven sind von April bis Oktober aktiv. Im Winter suchen die Imagines geschützte Überwinterungsplätze auf, etwa unter Rinde oder in Gebäuden.

Besonderheiten

Die Graue Gartenwanze ernährt sich überwiegend von Pflanzensäften verschiedener Laubgehölze. Mit ihrem Saugrüssel sticht sie unter anderem Blätter, Knospen und Früchte an. Gelegentlich nimmt sie auch tierische Nahrung auf, beispielsweise indem sie kleine Insektenlarven ansticht. Wie alle Baumwanzen verfügt sie über Stinkdrüsen, die bei Bedrohung ein intensives, unangenehmes Sekret absondern – eine wirksame Abwehr gegen Fressfeinde. Im Herbst suchen die Tiere geschützte Überwinterungsplätze auf und dringen dabei gelegentlich auch in Häuser und Wohnungen ein. Die Graue Gartenwanze gilt derzeit als nicht gefährdet.