Weichwanze Polymerus unifasciatus

Polymerus unifasciatus

Name

Polymerus unifasciatus

Familie

Miridae (Weichwanzen)

Körpergröße

Körperlänge 5–7 mm

Merkmale

Polymerus unifasciatus ist eine mittelgroße Weichwanze mit einem schlanken, ovalen Körperbau, der für die Familie der Miridae typisch ist. Die Art zeigt eine überwiegend dunkelbraune bis schwarze Grundfärbung, wobei ein auffälliges helles, gelblich-weißes Querband auf den Halbdecken das namensgebende Merkmal darstellt – unifasciatus bedeutet eingebändert. Die Beine sind hell gefärbt mit dunklen Ringen. Wie alle Weichwanzen besitzt die Art einen weichen, nicht vollständig verhärteten Körper ohne ausgeprägte Chitinpanzerung, was sie von anderen Wanzengruppen unterscheidet.

Lebensraum

Die Art besiedelt trockene, magere Wiesen, Wegränder und Waldränder, bevorzugt auf warmen, sonnigen Standorten. Als Wirtspflanzen dienen vor allem Labkräuter (Galium spec.), an denen man Larven und ausgewachsene Tiere direkt antreffen kann. Erwachsene Tiere sind von Juni bis Oktober aktiv. Die Larven schlüpfen im Mai aus den überwinterten Eiern, die die Weibchen im Herbst in die oberen Stängelteile der Wirtspflanzen abgelegt haben.

Besonderheiten

Polymerus unifasciatus ist ein spezialisierter Pflanzensaftsauger, der eng an Labkräuter gebunden ist. Die Eier überwintern in den Pflanzenstängeln und sind damit gut vor Frost geschützt – eine clevere Überlebensstrategie. Die Art gilt in Mitteleuropa als weit verbreitet, ist jedoch aufgrund der Abhängigkeit von mageren, extensiv genutzten Lebensräumen durch Intensivierung der Landwirtschaft und Eutrophierung gefährdet. Verwechslungen sind mit anderen ähnlich gefärbten Weichwanzen der Gattung Polymerus möglich, die ebenfalls an Labkräutern vorkommen. Eine genaue Bestimmung erfordert oft die Betrachtung unter der Lupe.