Weichwanze Campyloneura virgula

Campyloneura virgula

Name

Campyloneura virgula

Familie

Miridae (Weichwanzen)

Körpergröße

Körperlänge 4–4,7 mm

Merkmale

Campyloneura virgula ist eine kleine, schlanke Weichwanze mit einer Körperlänge von 4 bis 4,7 mm. Die Art zeigt eine gelblich-braune Grundfärbung mit charakteristischen dunklen Zeichnungselementen auf dem Halbdeckflügel. Der Körperbau ist typisch für Weichwanzen: weich, länglich-oval und mit dem für Heteroptera typischen Halbdeckflügel (Hemelytra). Da in Deutschland ausschließlich Weibchen auftreten, sind alle bekannten Individuen hierzulande weiblich, was die Bestimmung im Feld vereinfacht.

Lebensraum

Die Art besiedelt lichte Laubwälder, Streuobstwiesen und Hecken-Biotope. Als Wirtspflanzen bevorzugt Campyloneura virgula Hasel, Esche, Linde, Erle sowie verschiedene Obstbäume. Die Tiere halten sich überwiegend im Blattwerk der Laubbäume auf, wo sie aktiv nach Beutetieren suchen. Die Erscheinungszeit der adulten Tiere erstreckt sich von Juni bis September.

Besonderheiten

Eine der auffälligsten Besonderheiten von Campyloneura virgula ist die obligate Parthenogenese: In Deutschland werden keine Männchen ausgebildet, die Fortpflanzung erfolgt ausschließlich durch Jungfernzeugung. Die Art ernährt sich zoophag und stellt damit einen natürlichen Nützling dar – auf dem Speiseplan stehen Blattläuse, Milben, Blattflöhe und kleine Insekten. Die Überwinterung erfolgt im Ei-Stadium; die Larven schlüpfen erst im Juni des folgenden Jahres. Parthenogenetische Populationen ohne Männchen sind unter Weichwanzen vergleichsweise selten und machen diese Art biologisch besonders interessant.