Töpferwespe Eumenes spec.

Gattung Eumenes (Töpferwespen)

Name

Eumenes spec.

Familie

Vespidae

Körpergröße

10–18 mm (je nach Art)

Merkmale

Die Töpferwespen der Gattung Eumenes sind schlanke, wespenartig gezeichnete Hautflügler mit charakteristisch gestieltem Hinterleib, dessen erstes Segment deutlich verlängert und verengt ist. Die Grundfärbung ist schwarz mit gelben oder weißlichen Binden und Flecken. Der Kopf ist breit, die Augen nierenförmig ausgerandet. Die einzelnen Arten der Gattung sind anhand von Fotos schwer zu unterscheiden, da die Merkmale oft sehr ähnlich sind und eine sichere Bestimmung häufig nur durch Spezialisten möglich ist.

Lebensraum

Töpferwespen der Gattung Eumenes besiedeln bevorzugt warme, trockene und strukturreiche Lebensräume wie Magerrasen, Heiden, Sandgebiete, Steinbrüche, Wegränder und sonnenexponierte Böschungen. Sie sind auf das Vorhandensein von Lehm oder feuchter Erde sowie von geeigneten Pflanzenstrukturen zum Befestigen ihrer Brutzellen angewiesen. Die Flugzeit erstreckt sich je nach Art und Region von Mai bis September, mit einem Schwerpunkt in den Sommermonaten Juni bis August.

Besonderheiten

Die Weibchen der Gattung Eumenes sind bemerkenswerte Baumeisterinnen: Sie fertigen aus einem Lehmgemisch kleine, topfartige Brutzellen, die an Pflanzenstängeln oder anderen Strukturen befestigt werden – daher der treffende Name Töpferwespen. In jede Zelle wird ein Ei gelegt und als Proviant werden lebende, aber gelähmte Schmetterlingsraupen oder andere Insektenlarven eingetragen. Die Larve entwickelt sich dann in dieser geschlossenen Zelle. Die erwachsenen Tiere ernähren sich hingegen ausschließlich von Nektar, Honigtau und Pflanzensäften. Töpferwespen sind Solitärwespen und bilden keine Staaten. Sie gelten als nützliche Nützlinge im Ökosystem, da sie Schadinsekten regulieren. Ähnliche Arten aus verwandten Gattungen können leicht verwechselt werden, eine sichere Artbestimmung erfordert oft die Untersuchung unter dem Mikroskop.