Große Köcherfliege (Phryganea grandis)

Große Köcherfliege Phryganea grandis

Name

Große Köcherfliege (Phryganea grandis)

Familie

Phryganeidae

Körpergröße

Flügelspannweite 40–60 mm

Merkmale

Die Große Köcherfliege gehört zu den größten heimischen Köcherfliegen überhaupt. Die Flügel sind bräunlich gemustert mit einem charakteristischen dunklen Längsstreifen, der besonders bei Weibchen deutlich ausgeprägt ist. Die Flügel werden in Ruhestellung dachförmig über dem Körper gefaltet, was typisch für alle Köcherfliegen ist. Der Körper ist schlank und langgestreckt, die Fühler fadenförmig und annähernd so lang wie die Vorderflügel. Männchen sind etwas kleiner als Weibchen und zeigen eine etwas weniger kontrastreiche Flügelzeichnung.

Lebensraum

Phryganea grandis ist eng an stehende oder langsam fließende Gewässer gebunden, etwa Teiche, Seen, Altarme und träge Flussabschnitte mit reicher Ufervegetation. Die Larven leben vollständig aquatisch und bevorzugen pflanzenreiche, flache Uferzonen. Adulte Tiere halten sich tagsüber meist versteckt in der Ufervegetation auf und sind vorwiegend in der Dämmerung aktiv. Die Flugzeit erstreckt sich von Mai bis September.

Besonderheiten

Die Larven der Großen Köcherfliege bauen auffällige, bis zu 60 mm lange Köcher aus Pflanzenteilen wie Blattstücken und Stängelresten, die spiralförmig angeordnet werden – ein unverwechselbares Merkmal innerhalb der Familie Phryganeidae. Die Larven ernähren sich sowohl räuberisch von anderen Insektenlarven als auch von zerfallenden pflanzlichen Materialien und sind damit Allesfresser. Adulte Köcherfliegen nehmen kaum Nahrung auf und leben nur wenige Wochen. Als Verwechslungsart kommt die etwas kleinere Kleine Teichköcherfliege in Frage, die ähnliche Lebensräume besiedelt. Köcherfliegen gelten als wichtige Bioindikatoren für die Gewässergüte.