Grüner Eichenwickler (Tortrix viridana)
Name
Grüner Eichenwickler (Tortrix viridana)
Familie
Tortricidae (Wickler)
Körpergröße
Flügelspannweite 17–24 mm
Merkmale
Der Grüne Eichenwickler ist ein mittelgroßer Nachtfalter mit einer Flügelspannweite von 17 bis 24 mm. Sein auffälligstes Merkmal sind die gleichmäßig hellgrünen Vorderflügel, die ihm seinen deutschen Namen eingebracht haben. Die Hinterflügel sind graubraun gefärbt. Kopf und Thorax zeigen ebenfalls eine grünliche Tönung. Die Fühler sind fadenförmig. Insgesamt wirkt der Falter durch seine einheitliche Grünfärbung sehr unauffällig und tarnt sich gut im Blattwerk der Eichen. Verwechslungen mit anderen grün gefärbten Wicklerarten sind möglich, doch ist Tortrix viridana durch die Kombination aus Größe und gleichmäßiger Grünfärbung gut ansprechbar.
Lebensraum
Der Grüne Eichenwickler besiedelt Laubwälder sowie alle Lebensräume, in denen Eichen vorkommen – von naturnahen Eichenwäldern über Parks bis hin zu Einzelbäumen in der Kulturlandschaft. Die Raupen ernähren sich von den jungen, frisch austreibenden Blättern verschiedener Eichenarten (Quercus). Die Flugzeit der Imagines erstreckt sich vor allem vom späten Frühjahr bis in den Frühsommer. Die Falter erscheinen nach der Verpuppung im Juni beziehungsweise regional bereits im Mai oder später im Juli.
Besonderheiten
Der Grüne Eichenwickler ist in ganz Europa weit verbreitet und gilt als einer der bedeutendsten Eichenschädlinge. In Massenvermehrungsjahren können die Raupen ganze Eichenbestände vollständig entlauben, was die Bäume erheblich schwächt und sie anfälliger für weitere Schädlinge und Krankheiten macht. Solche Gradationen treten zyklisch auf und können mehrere Jahre andauern. Die Raupen leben eingerollt in Blättern, was der gesamten Wickler-Familie ihren Namen gegeben hat. Die Art überwintert im Eistadium an Zweigen und Knospen der Wirtspflanzen. Natürliche Gegenspieler wie Schlupfwespen und insektenfressende Vögel, besonders Meisen, helfen dabei, die Populationen langfristig zu regulieren.