Frühlingsschnake (Tipula vernalis)
Name
Frühlingsschnake (Tipula vernalis)
Familie
Schnaken (Tipulidae)
Körpergröße
13–15 mm Körperlänge
Merkmale
Die Frühlingsschnake ist eine mittelgroße Schnake mit auffällig grünen Augen und einer charakteristischen Flügelzeichnung, die zur Bestimmung herangezogen werden kann. Der Hinterleib zeigt einen deutlichen Geschlechtsdimorphismus: Beim Männchen beginnt er gelblich braun mit einem dunklen Mittelstreifen und wird zur Spitze hin dunkel bräunlich schwarz. Das Weibchen ist unauffälliger gefärbt und zeigt meist nur am Hinterleibsende eine dunkle Tönung. Wie alle Schnaken besitzt die Art sehr lange, zarte Beine, die leicht abbrechen, sowie einen schlanken Körperbau.
Lebensraum
Die Frühlingsschnake bewohnt feuchte Lebensräume wie Auwälder, Moorgebiete und sonstige Feuchtgebiete. Sie bevorzugt schattige, bodenfeuchte Standorte, an denen ihre Larven im Boden leben und sich von Pflanzenwurzeln ernähren. Die Imagines sind von April bis Juli anzutreffen und ernähren sich von Blütennektar und Honigtau.
Besonderheiten
Die Larven der Frühlingsschnake leben im Boden und können durch ihren Wurzelfraß gelegentlich Schäden an Pflanzen verursachen, ähnlich wie bei anderen Schnaken-Arten. Die Imagines hingegen sind harmlos und spielen als Blütenbesucher eine kleine Rolle im Ökosystem. Schnaken werden häufig mit Stechmücken verwechselt, sind jedoch nicht blutsaugend und völlig harmlos für den Menschen. Innerhalb der artenreichen Gattung Tipula gibt es zahlreiche ähnliche Arten, weshalb zur sicheren Bestimmung neben der Flügelzeichnung auch die genaue Hinterleibsfärbung und die Genitalstrukturen herangezogen werden müssen. Die Art gilt in Mitteleuropa als nicht gefährdet, ist jedoch auf den Erhalt intakter Feuchtbiotope angewiesen.