Bohrfliege Tephritis formosa

Bohrfliege Tephritis formosa

Name

Tephritis formosa

Familie

Bohrfliegen (Tephritidae)

Körpergröße

Körperlänge 4–6 mm

Merkmale

Tephritis formosa ist eine kleine, auffällig gemusterte Bohrfliege. Charakteristisch für die Art sind die gezeichneten Flügel, die ein komplexes Muster aus dunklen Bändern und Flecken auf hellem Grund aufweisen – ein typisches Merkmal vieler Tephritidae. Die Flügelmusterung dient vermutlich auch der innerartlichen Kommunikation. Der Körper ist gelblich-braun gefärbt, der Kopf verhältnismäßig groß mit auffälligen Facettenaugen. Wie bei anderen Bohrfliegen sind die Weibchen mit einem kräftigen Legebohrer ausgestattet, mit dem sie Eier in Pflanzenknospen einstechen.

Lebensraum

Die Art besiedelt Gärten, Wiesen-Biotope, Waldlichtungen und alle weiteren Lebensräume, in denen ihre Wirtspflanzen aus der Familie der Asteraceen (Korbblütler) vorkommen. Tephritis formosa ist von Mai bis September aktiv und damit über einen langen Zeitraum des Sommers anzutreffen. Besonders häufig findet man die Imagines an blühenden Korbblütlern, wo sie Nektar und Honigtau aufnehmen.

Besonderheiten

Nach der Paarung stechen die Weibchen ihre Eier gezielt in die Blütenknospen von Asteraceen. Die Pflanze reagiert auf den Reiz mit der Bildung von Gallen, in deren Innerem die geschlüpften Larven geschützt heranwachsen und sich von Pflanzengewebe ernähren. Dieses Verhalten – die gezielte Gallenerzeugung an Korbblütlern – ist charakteristisch für viele Arten der Tephritidae. Die Flügelmusterung wird bei Balzritualen eingesetzt: Männchen führen mit den gemusterten Flügeln auffällige Winkbewegungen aus, um Weibchen anzulocken. Tephritis formosa kann mit ähnlichen, ebenfalls an Asteraceen lebenden Bohrfliegenarten verwechselt werden, eine sichere Bestimmung erfordert oft die genaue Betrachtung der Flügelzeichnung und der Wirtspflanze.