Wollkäfer Lagria atripes

Wollkäfer Lagria atripes

Name

Lagria atripes

Familie

Tenebrionidae (Schwarzkäfer)

Körpergröße

Körperlänge ca. 11 mm

Merkmale

Lagria atripes ist ein mittelgroßer Käfer mit einer Körperlänge von etwa 11 mm. Charakteristisch ist das im Vergleich zur verwandten Art Lagria hirta deutlich breitere Halsschild. Die Flügeldecken sind dicht und fein behaart, was der Gattung den deutschen Beinamen Wollkäfer eingebracht hat. Die Grundfärbung ist dunkel, oft schwärzlich bis bräunlich, mit einem leicht metallischen Schimmer. Die Beine sind dunkel gefärbt, was auch im Artnamen atripes (lateinisch: schwarzfüßig) zum Ausdruck kommt.

Lebensraum

Lagria atripes besiedelt bevorzugt Hecken-Biotope sowie lichte Wälder und Waldränder mit reichem Unterwuchs. Die Art ist eng an strukturreiche Lebensräume mit ausreichend Laubstreu gebunden, da die Larven in Bodennähe leben und sich von Falllaub ernähren. Die Imagines fressen Blattgewebe verschiedener Pflanzen. Die Erscheinungszeit erstreckt sich von Mai bis Mitte Juni, womit sie deutlich früher im Jahr auftritt als die verwandte Lagria hirta, die erst ab Juni zu finden ist.

Besonderheiten

Lagria atripes kann leicht mit der häufigeren und weit verbreiteten Lagria hirta verwechselt werden. Neben dem schmaleren Halsschild bei Lagria hirta unterscheiden sich die beiden Arten auch in ihrer Erscheinungszeit: Lagria hirta fliegt von Juni bis August und ist damit zeitlich versetzt aktiv. Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal liegt in der Behaarung und Körperproportionen, die eine genaue Betrachtung erfordern. Die Larven von Lagria atripes überwintern im Boden unter Laubstreu und verpuppen sich im Frühjahr. Die Art gilt als nicht gefährdet, ist jedoch aufgrund ihrer spezifischen Biotopansprüche an naturnahe, strukturreiche Landschaften gebunden und profitiert vom Erhalt von Hecken und lichten Wäldern.