Gemeiner Scheinstachelkäfer (Anaspis frontalis)

Gemeiner Scheinstachelkäfer Anaspis frontalis

Name

Gemeiner Scheinstachelkäfer (Anaspis frontalis)

Familie

Scraptiidae (Scheinstachelkäfer)

Körpergröße

Körperlänge 2,8–4 mm

Merkmale

Der Gemeine Scheinstachelkäfer ist ein kleiner, schlanker Käfer mit einer Körperlänge von 2,8 bis 4 mm. Besonders auffällig ist die charakteristische Zweifärbigkeit: Stirn, Gesicht und die basalen Fühlerglieder leuchten in einem warmen Orange, während der übrige Körper überwiegend dunkel bis schwärzlich gefärbt ist. Dieses Merkmal hat der Art den alternativen deutschen Namen Rotstirniger Scheinstachelkäfer eingebracht. Die Fühler sind fadenförmig und relativ lang. Wie alle Vertreter der Scraptiidae besitzt Anaspis frontalis einen gestreckten Körperbau mit beweglichem, nach unten geneigtem Kopf.

Lebensraum

Der Gemeine Scheinstachelkäfer besiedelt eine Vielzahl halboffener bis offener Lebensräume. Man findet ihn in Hecken-Biotopen, an Waldrändern, in Parkanlagen sowie im Siedlungsgebiet – er ist also durchaus auch in der Nähe menschlicher Bebauung anzutreffen. Die Imagines besuchen bevorzugt Blüten verschiedener Pflanzen, wo sie Pollen und Nektar aufnehmen. Die Erscheinungszeit der adulten Tiere erstreckt sich von April bis Juli.

Besonderheiten

Anaspis frontalis gehört zur artenreichen Gattung Anaspis, innerhalb derer die Bestimmung einzelner Arten oft schwierig ist, da sich viele Vertreter in Färbung und Gestalt ähneln. Die Unterscheidung ähnlicher Scheinstachelkäfer-Arten erfordert häufig eine genaue Betrachtung unter dem Mikroskop, insbesondere der Genitalstrukturen. Die Larvalentwicklung findet in morschem, abgestorbenem Holz statt, weshalb die Art auf das Vorhandensein von Totholz angewiesen ist. Anaspis frontalis gilt in Mitteleuropa als weit verbreitet und nicht gefährdet. Durch ihre Blütenbesuche können Scheinstachelkäfer als Blütenbestäuber eine untergeordnete ökologische Rolle übernehmen.