Glänzendschwarzer Getreideschimmelkäfer (Alphitobius diaperinus)

Glänzendschwarzer Getreideschimmelkäfer Alphitobius diaperinus

Name

Glänzendschwarzer Getreideschimmelkäfer (Alphitobius diaperinus)

Familie

Schwarzkäfer (Tenebrionidae)

Körpergröße

Körperlänge: ca. 6 mm

Merkmale

Der Glänzendschwarze Getreideschimmelkäfer ist ein kompakt gebauter, ovaler Käfer von etwa 6 mm Länge. Wie der deutsche Name bereits verrät, ist der Körper tief schwarz und auffallend glänzend. Die Flügeldecken (Elytren) sind mit feinen Längsrillen strukturiert. Larven und Käfer ähneln einander im Lebensraum, unterscheiden sich jedoch deutlich in der Gestalt: Die Larven sind langgestreckt, gelblich-braun und erinnern an Mehlwürmer – was zu Verwechslungen mit dem Mehlkäfer führen kann, einer ähnlichen Art aus derselben Familie.

Lebensraum

In der freien Natur besiedelt Alphitobius diaperinus vor allem Tierbauten und Vogelnester, wo organisches Material und Wärme ideale Bedingungen bieten. Weitaus häufiger tritt die Art jedoch als Kulturfolger in Erscheinung: Getreidespeicher, Bäckereien und insbesondere Geflügelfarmen zählen zu den bevorzugten Aufenthaltsorten. Dort finden Larven und Imagines reichlich Nahrung in Form von faulendem oder verschimmeltem Getreide, Brot und anderen pflanzlichen Abfällen. Da die Art wärmeliebend ist und in beheizten Gebäuden ganzjährig aktiv sein kann, ist eine saisonale Erscheinungszeit im klassischen Sinne nicht definierbar – in Innenräumen ist sie das ganze Jahr über anzutreffen.

Besonderheiten

Alphitobius diaperinus gilt als bedeutender Vorratsschädling und kann erhebliche wirtschaftliche Schäden in der Lebensmittelindustrie verursachen. Besonders problematisch ist die Fähigkeit der Art, verschiedene Krankheitserreger zu übertragen, darunter Salmonellen. In Geflügelfarmen spielt der Käfer eine besondere Rolle als Vektor für Geflügelkrankheiten und kann Bestände erheblich gefährden. Zudem dienen die Larven dort als Zwischenwirt für Bandwürmer. Die Art ist ursprünglich in Afrika beheimatet, hat sich aber durch den weltweiten Handel mit Getreide und Geflügelprodukten nahezu kosmopolitisch verbreitet. Aufgrund ihrer Anpassungsfähigkeit und des ganzjährigen Auftretens in Innenräumen ist eine effektive Bekämpfung oft aufwendig.